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Ausland

Genitalver­stümmelung: Londoner Arzt verliert Zulassung

Montag, 2. Juni 2014

London – Ein Arzt in England hat seine Zulassung verloren, weil er zur Genitalver­stümmelung von Mädchen bereit war. Eine Reporterin hatte den aus Somalia stammenden Mediziner zum Schein um die Beschneidung ihrer 10 und 13 Jahre alten Nichten gebeten und seine Einwilligung mit versteckter Kamera aufgezeichnet. Das zuständige Standesgericht in Manchester belegte ihn laut der Tageszeitung Sunday Times dafür mit einem Praxisverbot.

Der Vorsitzende des medizinischen Kammergerichtes, Anthony Morgan, erklärte, die Aufzeichnung lege nahe, dass der Arzt den Eingriff habe persönlich ausführen wollen, obwohl er sich dessen Illegalität bewusst sei. Im Gespräch habe er weder Fragen des Kinderschutzes noch mögliche Einwände gegen Genitalverstümmelung thematisiert.

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Der in London und Birmingham praktizierende Arzt war nach der Veröffentlichung des Mitschnitts 2012 festgenommen, dann aber ohne Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Großbritannien hat die Genitalverstümmelung von britischen Staatsbürgerinnen unter Strafe gestellt, unabhängig davon, in welchem Land der Eingriff stattfindet. © kna/aerzteblatt.de

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