NewsAuslandGenitalver­stümmelung: Londoner Arzt verliert Zulassung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Genitalver­stümmelung: Londoner Arzt verliert Zulassung

Montag, 2. Juni 2014

London – Ein Arzt in England hat seine Zulassung verloren, weil er zur Genitalver­stümmelung von Mädchen bereit war. Eine Reporterin hatte den aus Somalia stammenden Mediziner zum Schein um die Beschneidung ihrer 10 und 13 Jahre alten Nichten gebeten und seine Einwilligung mit versteckter Kamera aufgezeichnet. Das zuständige Standesgericht in Manchester belegte ihn laut der Tageszeitung Sunday Times dafür mit einem Praxisverbot.

Der Vorsitzende des medizinischen Kammergerichtes, Anthony Morgan, erklärte, die Aufzeichnung lege nahe, dass der Arzt den Eingriff habe persönlich ausführen wollen, obwohl er sich dessen Illegalität bewusst sei. Im Gespräch habe er weder Fragen des Kinderschutzes noch mögliche Einwände gegen Genitalverstümmelung thematisiert.

Anzeige

Der in London und Birmingham praktizierende Arzt war nach der Veröffentlichung des Mitschnitts 2012 festgenommen, dann aber ohne Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Großbritannien hat die Genitalverstümmelung von britischen Staatsbürgerinnen unter Strafe gestellt, unabhängig davon, in welchem Land der Eingriff stattfindet. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. Oktober 2019
Berlin – Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes (TDF) hat sich für ein größeres Bewusstsein für Genitalverstümmelung von Frauen und Mädchen in Deutschland ausgesprochen. Die Zahl der vermutlich
Terre des Femmes: Genitalverstümmelung auch in Deutschland bekämpfen
30. September 2019
Manchester – Pünktlich zum Tory-Parteitag hat die britische Regierung eine Finanzspritze in Höhe von 13 Milliarden Britischen Pfund (14,6 Milliarden Euro) für 40 Krankenhäuser angekündigt. Mit dem
Britische Regierung kündigt Finanzspritze für Krankenhäuser an
27. September 2019
London – Ein Bericht des britischen Rechnungshofs (Financial Audit Office) hat erneut Zweifel aufkommen lassen, ob Großbritannien für einen ungeregelten EU-Austritt am 31. Oktober vorbereitet ist. Die
Britische Behörde warnt vor Medikamentenengpässen bei No-Deal-Brexit
16. September 2019
Darmstadt – Der Chemie- und Pharmakonzern Merck rüstet sich für einen ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens. „Wir haben unsere lokalen Arzneilager für den Fall eines ungeordneten Brexits
Sorge vor ungeordnetem Brexit: Merck stockt Arzneimittellager auf
5. August 2019
London – Großbritanniens neuer Premierminister Boris Johnson hat milliardenschwere Zuschüsse für das angeschlagene öffentliche Gesundheitssystem (NHS, National Health Service) angekündigt. Damit wolle
Johnson verspricht Milliardenpaket für National Health Service
10. Juli 2019
London – Menschen in Großbritannien können sich ab sofort mit medizinischen Fragen an den Sprachassistenten des Internetkonzerns Amazon wenden. Um Ärzte und Gesundheitspersonal zu entlasten, arbeitet
Britischer Nationaler Gesundheitsdienst kooperiert mit Amazons Sprachassistent
25. Juni 2019
London – Ein britisches Berufungsgericht hat die Zwangsabtreibung für eine geistig behinderte Schwangere gestoppt. Eine Richterin und zwei Richter erklärten es gestern für unzulässig, den Abbruch
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER