Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Elektronische Gesundheitskarte: Gesundheits­fachberufe fordern mehr Mitsprache

Dienstag, 3. Juni 2014

Berlin – Mehr als 30 Verbände der Gesundheitsfachberufe, Gesundheitshandwerker und weiterer Leistungserbringer im Gesundheitswesen, die im Fachbeirat elektronisches Gesundheitsberuferegister (eGBR) zusammenarbeiten, fordern mehr Mitsprache bei den Abstimmungsprozessen zur Entwicklung einer Telematikinfrastrukur (TI) im Gesundheits­wesen.

In einem Positionspapier, das sie am 22. Mai an Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe übergeben haben, verlangen sie, dass die Möglichkeiten der elektronischen Gesundheitskarte und der elektronischen Heilberufsausweise auch für die Leistungs­erbringer nicht-approbierter Gesundheitsberufe nutzbar gemacht werden sollen.

„Sehr wichtige Bereiche des Gesundheitswesens mit Heil- und Hilfsmittelversorgung, Rehabilitation, ambulanter und stationärer Pflege werden weitgehend ausgeklammert“, kritisieren sie in dem Papier. Nicht-approbierte Leistungserbringer wie Gesundheits­fachberufe und Gesundheitshandwerke, seien, ungeachtet der in den letzten Jahren immer wieder erhobenen Forderungen, bisher nicht in die Abstimmungsprozesse zur TI einbezogen. „Dies entspricht keiner modernen patientenorientierten Gesundheits­versorgung, in der die interdisziplinäre Zusammenarbeit eine zentrale Rolle einnehmen muss.“

Eine effektive, elektronische Kommunikation zwischen allen Leistungserbringern biete über ein verbessertes Einweisungs- und Entlassmanagement hinaus große Potenziale, den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen einer integrierten und patientenzentrierten Versorgung adäquat zu begegnen, heißt es weiter.

Ohne die Einbindung der mehr als zwei Millionen betroffenen Berufsangehörigen habe der einzelne Patient/Versicherte auch künftig keine Möglichkeit auf einen effektiven Versorgungs- beziehungsweise Rehabilitationsprozess, der auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmt sei, bemängeln die Verbände.

Vor diesem Hintergrund fordern sie den Gesetzgeber auf, tätig zu werden, um den notwendigen Zugang der Gesundheitsfachberufe und Gesundheitshandwerke zur TI und den damit verbundenen Möglichkeiten sicherzustellen. Es sei unabdingbar, dass die Berufe umgehend bei den Planungen zum Ausbau der TI berücksichtigt und  beteiligt würden.

Das eGBR ist für die Ausgabe von elektronischen Heilberufs- und Berufsausweisen an Angehörige der nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe zuständig. Die Ausweise werden künftig für den Zugriff auf Daten und Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte und der darauf aufbauenden TI benötigt. © KBr/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

isnydoc
am Mittwoch, 4. Juni 2014, 10:48

Spruchbeutel-Potential allerorten!

Das "Leuchtturmprojekt" der früheren Rot-grünen Koalition mit Ulla Schmidt glimmt weiter vor sich hin, das "Krümelmonster" als Konterfei tauchte bereits auf e-cards auf. Welche Prominenten werden wir noch darauf begrüßen, um brachliegendes Potenzial zu aktivieren?

Nachrichten zum Thema

29.06.17
Berlin – Große Krankenhäuser und Kliniken in Deutschland müssen sich künftig intensiver um die Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur kümmern. Ab Ende Juni gelten nach dem IT-Sicherheitsgesetz auch......
27.06.17
Internet­psychotherapie sollte Regelversorgung werden
Berlin – Internetprogramme zur Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen erfordern mindestens die gleiche Sorgfalt wie Behandlungen im unmittelbaren Gegenüber in einer Praxis oder einem......
23.06.17
Berlin/München – Innerhalb von zwölf Monaten – bis Juli 2018 – sollen alle Praxen in Deutschland an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) angeschlossen sein. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)......
23.06.17
Gütersloh – Digitale Innovation werden für die Generation 60+ immer wichtiger. Denn sie ermöglichen älteren Menschen länger selbstbestimmt zu leben. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der......
22.06.17
Mainz – Medizinstudierende können an der Universitätsmedizin Mainz jetzt ein Wahlpflichtfach „Medizin im digitalen Zeitalter“ belegen. Das Mainzer Konzept „Curriculum 4.0“ soll in der......
21.06.17
Digitalisierung: Das Berufsbild des Arztes wird sich wandeln
Berlin – „Die digitale Transformation hat in der Medizin noch nicht stattgefunden.“ Diese These vertrat Horst Karl Hahn, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bildgestützte Medizin Mevis, bei einer......
21.06.17
Hannover – Die Mitglieder der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) haben auf ihrer Klausurtagung in Großburgwedel die strikte Einhaltung des Datenschutzes bei der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige