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Ausland

Unicef warnt vor Hungerkatastrophe in der Zentralafrikanischen Republik

Donnerstag, 5. Juni 2014

Flüchtlingscamp in Mboko /dpa

Köln – Vor einer humanitären Katastrophe in der Zentralafrikanischen Republik warnt Unicef. Das Kinderhilfswerk befürchtet, dass bis Ende des Jahres 28.000 Kinder an Mangelernährung sterben könnten. Zwei Drittel der Schulen seien geschlossen. Schätzungsweise 6.000 Mädchen und Jungen würden als Kindersoldaten missbraucht. Insgesamt seien rund 2,3 Millionen Kinder durch Gewalt, Vertreibung und Hunger in einer Notlage.

„In Zentralafrika passieren fürchterliche Dinge, die Rechte von Kindern werden gerade mit Füßen getreten“, sagte der deutsche Unicef-Mitarbeiter Daniel Timme während eines Nothilfe-Einsatzes in dem Land. „Besonders erschüttert hat mich ein Besuch der einzigen Kinderklinik in der Hauptstadt Bangui, wo wir eine Abteilung für akut mangelernährte Kinder unterstützen. Ich habe Kinder gesehen, die nur noch Haut und Knochen sind und die einen fragend anschauen“, so Timme.

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Die Krise in der Zentralafrikanischen Republik hat im März 2013 mit dem Sturz der Regierung durch sogenannte Seleka-Rebellen begonnen. Als Gegenreaktion haben sich „Anti-Balaka“ genannte bewaffnete Gruppen gebildet. Beiden Seiten wird vorgeworfen, Zivilisten brutal zu ermorden, darunter Kinder. Im Augenblick sind laut Unicef fast eine Million Menschen auf der Flucht, das ist ein Fünftel der Bevölkerung. © hil/aerzteblatt.de

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