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Medizin

USA: Darmkrebs-Screening verhindert mehr als eine halbe MIllion Erkrankungen

Freitag, 6. Juni 2014

New Haven – Die verschiedenen Formen des Darmkrebs-Screenings haben in den letzten drei Jahrzehnten in den USA mehr als eine halbe Million Darmkrebserkrankungen verhindert, behaupten US-Epidemiologen in Cancer (2014; doi: 10.1002/cncr.28794).

Das Team um Cary Gross vom „Cancer Outcomes, Public Policy and Effectiveness Research“ oder COPPER-Center der Yale Universität ist bemüht, die Darmkrebsvorsorge aus der derzeitigen Diskussion um den Nutzen des Krebsscreenings heraus zu halten. Auch in den USA wird derzeit diskutiert, ob angesichts einer hohen Rate von falsch­positiven Befunden die Mammographie eine sinnvolle Brustkrebsvorsorge ist. Das in den USA fest etablierte PSA-Screening auf Prostatakrebs wird ebenfalls kritisch betrachtet. Beim Darmkrebs ist die Situation nach Ansicht von Gross jedoch eindeutig.

Stuhlbluttests, Sigmoidoskopie und Koloskopie werden von der US-Bevölkerung gut angenommen. Der Anteil der über 50-Jährigen, die sich untersuchen lassen, ist seit 1976 von 34,8 auf 66,1 Prozent gestiegen mit einer deutlichen Zunahme der Koloskopie als der derzeit besten Früherkennung und auch effektiven Vorsorge (durch die Entfernung von Darmpolypen).

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Die von Gross durchgeführte Analyse des Krebsregisters SEERS (Surveillance, Epidemiology and End Results) ergab, dass die Inzidenz von Spätstadien der Darmkrebserkrankung (regionale Streuung und Fernmetastasen) von 118 auf 74 pro 100.000 Personen über 50 Jahre gesunken ist. Bei den Frühformen (in situ, lokale Ausbreitung) hat es einen Rückgang von 77 auf 67 Fälle pro 100.000 Personen gegeben.

Seine Hochrechnung auf die Gesamtbevölkerung ergibt, dass die verschiedenen Formen des Darmkrebsscreenings im Zeitraum von 1976 bis 2009 mit einem Rückgang um 550.000 Darmkrebserkrankungen assoziiert waren.

© rme/aerzteblatt.de

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