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Ärzteschaft

KV Bayerns fordert mehr Selbstbestimmung bei der Praxisführung

Freitag, 6. Juni 2014

München – Für ein freiberufliches, selbstbestimmtes Handeln der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten und gegen Krankenkassen-Gängelung hat sich die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns gewandt. Besonders wichtig ist den Delegierten danach die eigenständige Aus- und Weiterbildung des ärztlichen und psychotherapeutischen Nachwuchses, das Arzt-Patientengeheimnis und das selbstständige Terminmanagement.

ASV wird zu einem ein überregulierter Zwangssektor
Der KV-Vorstand kündigte in diesem Zusammenhang eine Kampagne der KV zur Therapiefreiheit an. Ein „Paradebeispiel dafür, was schief läuft, wenn sich die Politik in ärztliche Behandlung einmischt“ ist laut der zweiten stellvertretenden Vorstands­vorsitzenden Ilka Enger die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV). „Hier zeigt sich, wie aus einer scheinbar guten Idee – nämlich der freien Zusammenarbeit von Ärzten unter unbudgetierten Bedingungen – ein überregulierter Zwangssektor werden kann“, sagte sie.

Auf die Weiterentwicklung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) ging der KV-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Krombholz in seiner Rede vor der VV ein. Er verteidigte dabei die Veränderungen für Hausärzte. Sie dienten vor allem dazu, den hausärztlichen Versorgungsauftrag zu definieren. Allerdings gebe es auch in Bayern bei der Gesprächsziffer und der Chronikerpauschale noch Anpassungsbedarf, der aber aus seiner Sicht „durchaus zu schaffen ist“.

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Honorarsituation im fachärztlichen Bereich um 3,4 Prozent gestiegen
Der erste stellvertretende KVB-Vorstandsvorsitzende Pedro Schmelz widmete sich in seinem Vortrag der Honorarsituation im fachärztlichen Bereich. Insgesamt sei dieser Honoraranteil in Bayern im Jahr 2013 gegenüber 2012 um rund 3,4 Prozent auf insgesamt 3,078 Milliarden Euro gestiegen.

Die im Honorarverteilungsmaßstab vorgesehene und mit den Berufsverbänden konsen­tierte Verteilung der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung (mGV) mit aktuellen Fallzahlen und festen Fallwerten hat sich laut Schmelz bewährt. So konnten die kalkulatorischen Jahresfallwerte 2013 bei der Mehrheit der Fachgruppen ohne Kürzungen gehalten werden. Besonders erfreulich ist es laut Schmelz, dass der Vergütungsanteil außerhalb der mGV zunehmend weiter ansteigt. Dies sei ein klares Zeichen dafür, dass man auf dem Weg zu festen Preisen sei, so der KV-Vize. © hil/aerzteblatt.de

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