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Politik

Private Kliniken fordern Reformen mit echten Innovationen

Freitag, 6. Juni 2014

Berlin – Private Klinikunternehmen haben von der Bundesregierung im Rahmen der geplanten Krankenhaus- und Pflegereform echte Innovationen gefordert. Sie riefen zu einer „mutigen, weitsichtigen und qualitätsfördernden Politik“ auf, um so für Verän­derungen zu sorgen. Ziel sei es, die Qualität und den Nutzen für die Betroffenen zu steigern.

„Die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung wird nicht durch billigere Medizin gesichert sondern durch bessere“, erklärte Katharina Nebel, Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK), gestern auf dem BDPK-Bundeskongress in Berlin. Rehabilitation könne ältere kranke Menschen vor Pflegebedürftigkeit bewahren und ermöglichen, dass sie selbständig zu Hause leben, statt abhängig von der Pflege zu werden, so Nebel weiter.

Deshalb sei es ein zentrales Gebot für die derzeit diskutierte Reform der Pflegever­sicherung, das Potenzial der medizinischen Rehabilitation zukünftig konsequenter auszuschöpfen. Insbesondere das frühzeitige Erkennen des Reha-Potenzials erfolge nicht systematisch und sei deshalb verbesserungswürdig, sagte die Präsidentin.

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Gegenwärtig sei es für Patienten oft schwieriger, eine Rehabilitationsleistung zu erhalten als eine Operation. Dabei bewirke eine rechtzeitig begonnene qualifizierte medizinische Rehabilitation nicht nur eine höhere Lebensqualität für den Einzelnen sondern auch eine Entlastung der Pflegekasse. Dieser Effekt werde jedoch verschenkt. „Aus Sicht der Betroffenen wäre Rehabilitation in vielen Fällen sinnvoll gewesen, sie haben sie aber nicht bekommen“, kritisierte Nebel.

Gelichzeitig begrüßten die privaten Klinikunternehmen das im Koalitionsvertrag vorgegebene Ziel, mit der nächsten Krankenhaus-Reform die Qualität der Kranken­hausversorgung zu verbessern. „Der Ansatz der Koalition ist vernünftig“, erklärte dazu BDPK-Vorstandsmitglied Ulrich Wandschneider. Studien belegten seit Langem, dass Kliniken mit guten Qualitätsergebnissen und mit hoher Patientenzufriedenheit wirt­schaftlich erfolgreich sind. „Eine qualitätsfördernde Politik muss die Rahmenbe­dingungen schaffen, in dem sich qualitätsorientierte Kliniken dynamisch entwickeln können“, so Wandschneider.

Die privaten Klinikunternehmen sprachen sich zudem dafür aus, die Bundesregierung dabei zu unterstützen, die Qualität konsequent gesetzlich zu verankern. Auch, wenn dies die Schließung einzelner, qualitativ schlechter und unwirtschaftlicher Kliniken zur Folge habe. © hil/aerzteblatt.de

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