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Politik

Hilfe bei psychischen Problemen im Leistungssport

Freitag, 6. Juni 2014

Frankfurt am Main – Der Deutsche Fußballbund (DFB), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Robert-Enke-Stiftung, die Deutsche Sporthochschule Köln und die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) haben gemeinsam einen Praxisleitfaden zum Thema „psychische Gesundheit im Leistungssport“ veröffentlicht. Sie soll vor allem Trainer dabei unterstützen, ihre Sportler wertschätzend und gesundheitsförderlich zu behandeln.

„Nur wer körperlich und psychisch gesund ist, kann im Sport die optimale Leistung bringen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Gerade in der Spitze müssten etwa Fußballspieler besondere Belastungen meistern. Trainer seien gefordert, hier gezielt Unterstützung zu leisten, um Fehlbelastungen zu vermeiden. „Hierfür wollen wir Hilfestellung geben“, verwies der DFB-Präsident.

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Den Herausgebern zufolge bietet Leistungssport ein großes Potenzial für die psychische Gesundheit und die Persönlichkeitsentwicklung. Allerdings entstünden auch im Spitzensport Phänomene wie Stress, Konflikte, psychische Belastungen und Erkran­kungen. Trainer seien oft noch unsicher, wie sie psychisch überlasteten Sportlern helfen können.

„Die Handlungshilfe bietet hier eine wichtige und vor allem praxisnahe Hilfe, um Trainer, Ärzte, Sportpsychologen und Funktionäre im Leistungssport über psychische Krankheiten aufzuklären und ihnen Wege aufzuzeigen, betroffene Athleten zu unterstützen“, betonte Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der Robert-Enke-Stiftung und Partnerin des Projekts.

So stehen am Ende jedes Kapitels des Leitfadens praxisorientierte Tipps und Lösungen zum Ausprobieren. Darüber hinaus enthalten alle Kapitel Interviews mit Praktikern aus dem Leistungssportbereich, darunter Hans-Dieter Hermann, Sportpsychologe der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Fabian Hambüchen, Olympiateilnehmer und Weltmeister im Kunstturnen sowie die Fußball-Nationaltrainerin Maren Meinert. © hil/aerzteblatt.de

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