NewsVermischtesMarseille-Kliniken AG nimmt Aktie von der Börse
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Marseille-Kliniken AG nimmt Aktie von der Börse

Dienstag, 10. Juni 2014

Hamburg – Die Marseille-Kliniken AG nimmt ihre Aktie von der Börse und will ihren Aktionären eine eigene Handelsplattform einrichten. Das hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Als Begründung nannte Vorstand Dieter Wopen mangelnde Perspektiven an der Börse. Das sei verursacht durch wenig verlässliche und intransparente politische Rahmenbe­dingungen für die privaten Anbieter von stationären und ambulanten Pflegeleistungen. Die Aktien werden noch bis zum 11. August im Freiverkehr gehandelt.

Der Kurs der Marseille-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 50 Prozent nachgegeben. Erst im vergangenen Jahr war das Unternehmen aus dem Geregelten Markt in den Freiverkehr gewechselt.

Mehrheitsaktionär mit rund 60 Prozent der Anteile ist die Familie von Ulrich Marseille, der selbst keine offizielle Funktion mehr in dem Unternehmen ausübt. Seine Ehefrau führt jedoch den Aufsichtsrat, nachdem der Manager Thomas Middelhoff diese Funktion niedergelegt hatte. Weiterer Großaktionär ist der Investor Carsten Maschmeyer. Der Streubesitz liegt bei rund 30 Prozent.

Anzeige

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kritisierte den Schritt des Unternehmens. Ein Delisting ohne Beschluss der Haupt­ver­samm­lung und ohne das Angebot einer Barabfindung an die Aktionäre sei nach einem Urteil des Bundes­gerichtshofs vom vergangenen Jahr zwar rechtmäßig, sagte DSW-Sprecher Jürgen Kurz.

Eine private Handelsplattform als Ersatz für eine Börsennotierung sei jedoch völlig unreguliert und nicht überwacht. Damit lasse sich keine transparente Preisbildung herstellen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #92214
H.-D. Falkenberg
am Freitag, 13. Juni 2014, 11:00

Marseille Kliniken AG

Schade, denn entgegen der als Begründung angegebenen unzureichenden Perspektiven bietet der Pflegemarkt, insbesondere ambulant, aber auch stationär, weitreichende Chancen, aktuell und in der Zukunft. Kooperationen mit anderen Unternehmen sind noch nicht angebahnt. Hier tut sich insbesondere ein Markt für ambulante Einrichtungen auf, der zu einer Reduzierung der Belastung der Pflegeversichrung und der Sozialhilfe, aber auch zur Imagepflege beitragen kann.
LNS

Nachrichten zum Thema

6. August 2020
Berlin – In den vergangenen Tagen hat der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Klaus Reinhardt, mehrfach vor einer Kommerzialisierung im Gesundheitswesen gewarnt. Unterstützung bekommt er dafür von den
Krankenhäuser: Linke warnt vor Kommerzialisierung
29. Mai 2020
Magdeburg − Nach wochenlangem coronabedingtem Stillstand in den Tarifverhandlungen an den Ameos-Krankenhäusern haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf eine Übergangslösung verständigt. Die
Ameos: Übergangslösung im Tarifstreit
29. April 2020
Bad Neustadt a. d. Saale – Im Streit zwischen den Großaktionären um die Übernahme des Klinikbetreibers Rhön hat der Vorstand des Unternehmens die Einberufung einer außerordentlichen Haupt­ver­samm­lung
Rhön-Vorstand will außerordentliche Haupt­ver­samm­lung einberufen
3. April 2020
Eschweiler – Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, hat private Krankenhausträger dafür kritisiert, dass sie der Bitte von
DIVI-Präsident kritisiert Verhalten privater Krankenhausträger in Coronakrise
28. Februar 2020
Königstein-Falkenstein/Bad Neustadt – Auf dem deutschen Krankenhausmarkt könnte eine weitreichende Konzentration bevorstehen. Die beiden Klinikkonzerne Asklepios und Rhön wollen sich offenbar
Krankenhausfusion: Asklepios greift nach Rhön-Klinikum
30. Januar 2020
Naumburg – Das insolvente Burgenlandklinikum in Sachsen-Anhalt gehört künftig zur frei-gemeinnützigen SRH-Gruppe. Das teilte der Burgenlandkreis als bisheriger Eigentümer heute mit. Die letzten
SRH-Gruppe übernimmt Burgenlandklinikum
27. Januar 2020
Aschersleben – Zum Auftakt der Streiks an vier Ameos-Kliniken in Sachsen-Anhalt haben sich nach Gewerkschaftsangaben Hunderte Beschäftigte beteiligt. Am ersten Tag des unbefristeten Ausstands hätten
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER