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Uniklinik Jena baut Versorgung schwer verletzter Kinder aus

Dienstag, 10. Juni 2014

Jena – Ein neues „Kompetenzzentrum Kindertraumatologie“ hat das Universitätsklinikum Jena (UKJ) gegründet. Dort arbeiten Kinderchirurgen und Kinderradiologen mit Unfall- und Neurochirurgen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Lungenexperten und Anäs­thesisten zusammen.

Die Jenaer Mediziner behandeln zum Beispiel Kinder, die als Insassen bei Verkehrs­unfällen teils schwer verletzt werden. Häufigste Unfallquelle bei Kleinkindern sei die häusliche Umgebung oder der Spielplatz, erklärt Felicitas Eckoldt, Direktorin der Klinik für Kinderchirurgie am UKJ. „Wenn die Kinder älter werden, lauert das Unfallrisiko zum Beispiel beim Radfahren oder beim Freizeitsport“, so Eckoldt. Auch bei Verletzungen durch Stürze aus großer Höhe – etwa wenn Kinder vom Baum oder aus einem Wohnungsfenster im oberen Stockwerk fallen – seien die Jenaer Spezialisten gefordert.

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Eine besonders komplexe Herausforderung sind Polytraumata. Die Behandlung solcher Verletzungen erfordere spezielle Kenntnisse und das Zusammenwirken verschiedener Fachrichtungen. „Mit dem Kompetenzzentrum bauen wir nun unsere Zusammenarbeit weiter aus. Denn nach einem schweren Unfall zählt jede Minute“, sagte Gunther Hofmann, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UKJ.

Bereits 2012 hatte die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie die teilnehmenden Kliniken des „Traumanetzwerks Thüringen“ ausgezeichnet, unter anderem das UKJ. Das neue Kompetenzzentrum am UKJ sei eine wichtige Ergänzung für die Arbeit des Netzwerks, so Hofmann. © hil/aerzteblatt.de

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