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Unfallchirurgen warnen vor Kopfsprüngen in unbekannte Gewässer

Dienstag, 10. Juni 2014

dpa

Berlin – Zu Beginn der Badesaison hat die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) auf das Verletzungsrisiko bei Sprüngen in unbekannte Gewässer gewarnt. „Die erhöhte Risikobereitschaft macht es schwierig, Jugendliche und junge Erwachsene für unnötige Gefahren, die zu einer Querschnittlähmung führen können, zu sensibilisieren – die Jugendlichen sind sich der lebenslangen Folgen, die eine Quer­schnittlähmung mit sich bringt, nicht bewusst“, warnte Reinhard Hoffmann, stellver­tretender Generalsekretär der DGOU und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Eine durch Kopfsprung verursachte Querschnittlähmung betreffe vor allem junge Männer. Dabei sei der Sprung in unbekannte Gewässer der häufigste Grund unter den sportbedingten Unfällen, die zu einer Querschnittlähmung führten. Dabei liege das Durchschnittsalter bei 28 Jahren – Selbstüberschätzung, Leichtsinn und Alkohol zählen laut der Fachgesellschaft zu häufigen Ursachen für den Sprung.

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Orthopäden und Unfallchirurgen raten Eltern dazu, ihre Kinder früh auf die Gefahren hinzuweisen. Konkret sollten sie Kinder dazu auffordern

  • nie in unbekannte Gewässer zu springen
  • die Tiefe des Wassers vor einem Sprung immer prüfen
  • keine Kopfsprünge im flachen Wasser zu riskieren
  • keine Mutproben einzugehen.

Die DGOU ist Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) „Mehr Sicherheit für Kinder eV“. Diese veranstaltet heute den Kindersicherheitstag 2014 unter dem Titel „Planschen. Baden. Schwimmen. Sicher geht das!“

Die Fachgesellschaft empfiehlt in diesem Zusammenhang den Film „Tour ins Ungewisse – Die unverwüstlichen Vier“, der 2012 den Deutschen Journalistenpreis Orthopädie und Unfallchirurgie erhalten hat. Der Film zeigt unter anderem einen Tetraplegiker, dessen Leben sich durch einen Sprung in einen Baggersee an einem heißen Sommertag für immer verändert hat. © hil/aerzteblatt.de

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