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Gastroenterologen fürchten Regresse wegen neuer Hepatitis-C-Medika­mente

Dienstag, 10. Juni 2014

Ulm – Niedergelassene Gastroenterologen, die Patienten mit den neuen Medikamenten gegen Hepatitis C behandeln, haben Sorge, dass wegen der hohen Kosten Regress­forderungen auf sie zukommen könnten. Darauf hat der Berufsverband der nieder­gelassenen Gastroenterologen (bng) hingewiesen. „Der bng hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die betroffenen Patienten schnell von den neuen Medikamenten profitieren können“, sagt der Leber-Experte des Berufsverbandes, Karl-Georg Simon.

Der bng habe außerdem ein Zertifikat entwickelt, das hepatologische Schwerpunkt­praxen kennzeichnet, die intensive Erfahrungen im Umgang mit leberkranken Patienten nachweisen und somit eine qualitätsgesicherte antivirale Therapie anbieten könnten.

Nach der Zulassung eines neuen Medikamentes sei zwar grundsätzlich die Erstattung von Leistungen bis zur Festlegung des Zusatznutzens im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie garantiert. Trotzdem seien die behandelnden Ärzte verunsichert, weil das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach ihrer Wahrnehmung ausschließlich methodische Aspekte bei der Recherche eines möglichen Zusatznutzens berücksichtige.

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„Wegen der verbesserten Heilungschancen haben wir nicht gezögert, sobald es möglich war, die neuen Medikamente kostenbewusst einzusetzen“, betonte Simon. Der bng hoffe sehr, „dass uns Auseinandersetzungen über die steigenden Gesamtaufwendungen für die antivirale Therapie von Hepatitis-C-Patienten erspart bleiben“, so der Leberexperte. © hil/aerzteblatt.de

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