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Politik

Kindersicher­heitstag: Gröhe warnt vor Gefahren des Ertrinkens

Dienstag, 10. Juni 2014

Berlin – Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat als Schirmherr des Kindersicherheitstags 2014 auf die möglichen Gefahren von Wasser für Kinder und Jugendliche aufmerksam gemacht. „Wasser ist Spaß, aber leider auch eine große Gefahrenquelle. Ertrinken zählt bei Kindern und Jugendlichen zu den häufigsten tödlichen Unfallarten“, sagte Gröhe heute bei der Auftaktveranstaltung des nationalen Kindersicherheitstages in der Kindertagesstätte der Berliner Charité Campus Virchow. Als Vater von vier Kindern habe er selbst erlebt, dass man manchmal auch schnell zugreifen müsse, wenn die Kinder am Wasser spielten.

Ziel des Aktionstages ist es, die Öffentlichkeit auf Kinderunfälle und auf präventive Maßnahmen dagegen aufmerksam zu machen. „Eltern überschätzen ihre Kinder und gehen davon aus, dass in wenigen Sekunden nicht viel passieren kann. Dies entspricht aber nicht der Realität. Kinder ertrinken schnell, und sie ertrinken leise“, sagte Stefanie Märzheuser, Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“. Die BAG hat den seit dem Jahr 2000 von ihr organisierten Kindersicher­heitstag dieses Jahr unter das Motto „Planschen. Baden. Schwimmen. Sicher geht das!“ gestellt.

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Sie weist darauf hin, dass Säuglinge vor allem zu Hause in der Badewanne ertrinken, 1- bis 4-jährige Kinder beim Spielen an natürlichen Gewässern und 5- bis 14-Jährige bei Badeunfällen. Auch wenn ein Kind nicht ertrinke, könne es innerhalb kürzester Zeit durch den Sauerstoffmangel bleibende schwerste Behinderungen erleiden, so die BAG. Auf jeden tödlichen Ertrinkungsfall kämen dabei fünf bis zehn Mal so viele schwer verletzte Kinder.

Um einem Ertrinken vorzubeugen, müssten sowohl Kinder als auch Eltern Kenntnisse über die Gefahrensituationen erwerben, Eltern müssten ihre Kinder umfassend beaufsichtigen und sie frühzeitig an Wasser gewöhnen. Es helfe zudem, schwimmen zu lernen, „je früher, je besser“, betonte Gröhe. Auch Gleichaltrige müssten dabei lernen, wie sie ihren Freunden helfen könnten. Er selbst habe zum Beginn der Grundschule schwimmen gelernt, sagte Gröhe – mit Hilfe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). © fos/aerzteblatt.de

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