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Politik

Qualitätsinstitut bestätigt Nutzen des HPV-Tests

Mittwoch, 11. Juni 2014

Köln – Auch zwei Jahre nach seiner ersten Beurteilung bewertet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) einen Test auf Humane Papillo­maviren (HPV) positiv. Nach der Auswertung neuer Studienergebnisse gebe es nach wie vor Hinweise, dass mithilfe des Tests Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses früher erkannt und behandelt werden könnten und Tumoren in der Folge seltener aufträten, heißt es heute in einem sogenannten Rapid Report des IQWiG.

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bieten zur Früherkennung von Gebärmutter­halskrebs derzeit eine jährliche zytologische Untersuchung der Schleimhautzellen aus einem Abstrich vom Gebärmutterhals (Zervix) an, den sogenannten Pap-Test. Seit bekannt ist, dass HPV der Hauptrisikofaktor für ein Zervixkarzinom sind, diskutieren Experten darüber, ob sich ein HPV-Test für das Screening eignet oder einem zytologischen Test sogar überlegen ist. Den HPV-Test zahlt die GKV bislang nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel bei einem unklaren Pap-Befund.

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Die IQWiG-Forscher recherchierten die Studienlage zu dieser Frage. Dabei konnten sie von einer der größten Studien (POBASCAM) nun die finale Auswertung einbeziehen, für die bei der letzten Recherche 2011 lediglich eine Zwischenanalyse vorgelegen hatte. Bei Sichtung aller Daten zeigte sich ein Vorteil für die Gruppe der Frauen, die einen HPV-Test erhalten hatten. Das gilt auch für den sogenannten kombinierten Endpunkt, bei dem nicht nur Tumoren, sondern auch fortgeschrittene Krebsvorstufen betrachtet wurden.

Das IQWiG sieht deshalb einen Hinweis auf einen Nutzen für den HPV-Test. Zur Sterb­lichkeit, zur Lebensqualität und zum möglichen Schaden liegen allerdings laut dem Institut nach wie vor keine oder keine verwertbaren Daten vor. Auch generelle Empfehlungen für das Screening will das IQWiG nicht geben: „Da die in den Studien eingesetzten Screeningstrategien sehr unterschiedlich und deshalb nicht vergleichbar waren, lassen die Ergebnisse auch nach wie vor keine Empfehlung für eine bestimmte Screeningstrategie im deutschen Gesundheitssystem zu“, heißt es in dem Rapid Report. © hil/aerzteblatt.de

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