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Ärzteschaft

Ärztliche Zweitmeinung verbessert Hodenkrebs-Therapie

Freitag, 13. Juni 2014

Ulm – Jeder sechste Hodenkrebspatient erhält eine effektivere Therapie, wenn sein behandelnder Arzt nach der Diagnose eine Zweitmeinung einholt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Universitätsklinikums Ulm. Danach konnte aufgrund der eingeholten Zweitmeinung die Medikamentendosis in vielen Fällen verringert und somit die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert  werden.

Laut der Untersuchung hatten sich bei fast 40 Prozent der Patienten Unterschiede zwischen Therapieplan des Anfragenden und Zweitmeinung eines Hodentumorexperten ergeben. Während bei jedem sechsten Betroffenen die ursprüngliche Therapieplanung aufgrund der Zweitmeinung verändert wurde, konnte bei jedem vierten Patienten die Medikamentendosis sogar verringert werden.

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Mittlerweile werden in Deutschland rund 15 Prozent aller neuen Hodentumoren im Rahmen des nationalen Projekts Zweitmeinung Hodentumor durch einen weiteren Mediziner bewertet. Bis heute haben die Hodenkrebsexperten mehr als 3.000 Zweitmeinungen abgegeben. Die Ulmer Studie belegt den Erfolg des Modelprojekts. „Wir konnten zeigen, wie wichtig das Einholen einer zweiten Meinung bei Hodenkrebs ist“, erläuterte Projektleiter Mark Schrader von der Klinik für Urologie des Universitäts­klinikums Ulm.

Bundesweit erkranken jährlich etwa 4.000 – überwiegend jüngere – Männer an Hodenkrebs. Damit gehört der Hodentumor zu den eher seltenen Krebserkrankungen. Der Tumor ist jedoch in der Altersgruppe der 20-35 Jährigen der häufigste bösartige Tumor bei Männern. © hil/aerzteblatt.de

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