NewsPolitikTelemedizin in NRW: Chance für mehr Effizienz und Qualität
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Telemedizin in NRW: Chance für mehr Effizienz und Qualität

Freitag, 13. Juni 2014

Düsseldorf – Die nordrhein-westfälische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Steffens will die Förderung der Telemedizin im Land künftig weiter verstärken. Das bekräftigte Steffens bei der gestrigen Frühjahrstagung Telemedizin, zu der die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin und das ZTG – Zentrum für Telematik und Telemedizin ins Haus der Ärzteschaft nach Düsseldorf eingeladen hatten.

„Telematik und Telemedizin sind kein Selbstzweck“, betonte Steffens. Es gehe nicht darum, das technisch Machbare umzusetzen. Wichtig seien vielmehr Nutzerorientierung, das Mitnehmen der Akteure und der Mehrwert für Patienten. Neu- und Weiterent­wicklungen müssten zudem miteinander vernetzt sein im System.

„Die Herausforderung für die Zukunft wird sein, wie wir mit weniger Geld, weniger Ressourcen und Personal einen Mehrbedarf im Gesundheits- und Pflegewesen abdecken können“, erklärte die Ministerin. „Das ist die Quadratur des Kreises, das ist aber auch eine gewaltige Chance für Weiter- und Neuentwicklungen.“

Anzeige

Zu den Stärken der Telemedizin zählten die ortsunabhängige Diagnostik und Therapie und damit auch Präventionspotenziale. „Wenn ich weniger Arzt als Ressource, aber gleichzeitig mehr Patienten habe, dann müssen die vorhandenen Ärzte effizienter arbeiten können, aber sie können auch nicht mehr überall sein“, erläuterte Steffens. Ein Beispiel für eine positive Entwicklung und einen leicht implementierbaren Weg zu mehr Effizienz und Qualitätssteigerungen seien daher Portalkliniken.

Bei allen Weiterentwicklungen sei die frühzeitige Einbindung aller Akteure der Schlüssel zum Erfolg. In Nordrhein-Westfalen werden daher auf Basis des sektorenübergreifenden Landesgremiums nach § 90a Sozialgesetzbuch V  sowohl die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen im Land, die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, die Krankenkassen sowie insbesondere die Patientenvertretung an einen Tisch geholt, um Maßnahmen zu entwickeln, die die Versorgungsqualität mittels Telemedizin verbessern können. © KBr/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2019
Berlin – Krankenkassen müssen Arbeitgebern die Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (AU) eines Versicherten ab 2021 digital bereitstellen. Dennoch sollen Ärzte ihren Patienten weiterhin einen
KBV weiterhin gegen Papierausdruck bei AU-Bescheinigungen
18. Oktober 2019
Hannover – Rund 1,2 Millionen Euro hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) im 1. und 2. Quartal des laufenden Jahres von Verweigerern der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) einbehalten. Das
Honorare wurden TI-Verweigerern in Niedersachsen um 1,2 Millionen Euro gekürzt
17. Oktober 2019
Berlin – Vor allem die digitalen Gesundheitsanwendungen und deren Implementierung in die Routineversorgung, aber auch die geplanten Regelungen zur Datentransparenz und damit verbundene Fragen zum
Digitale-Versorgung-Gesetz: Experten sehen noch Nachbesserungsbedarf
17. Oktober 2019
Berlin – In der vom Bun­des­for­schungs­minis­terium (BMBF) initiierten Medizininformatik-Initiative (MII) arbeiten die in vier großen Konsortien zusammengeschlossenen Standorte der Universitätsmedizin
„Wir brauchen Standardisierung und Datenqualität“
17. Oktober 2019
Berlin – Die Digitalisierung habe perspektivisch das Potenzial, Prozesse und auch grundlegende Prinzipien der gesundheitlichen Versorgung zu verändern und infrage zu stellen. Das hat Klaus Reinhardt,
Digitale Medizin: Vertrauen in neue Strukturen und Abläufe schaffen
17. Oktober 2019
Frankfurt – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann dabei helfen, die Gesundheit der Menschen zu stärken, die Krankenversorgung zu verbessern und das medizinische Fachpersonal zu entlasten. Das
LÄK Hessen: Digitalisierung kein Ersatz für fehlende Ärzte
17. Oktober 2019
Spiegelberg – Weil seit langem kein Hausarzt für Spiegelberg im Rems-Murr-Kreis gefunden werden konnte, wird dort nun ein neues Modell erprobt: In der „Ohne-Arzt-Praxis“ sollen sich Patienten künftig
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER