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Ärzteschaft

Marburger Bund: Streik bei Vivantes, Einigung mit Sana

Montag, 16. Juni 2014

dpa

Berlin – Der Marburger Bund (MB) wird ab morgen Kliniken des privaten Trägers Vivantes in Berlin bestreiken. Betroffen sind das Humboldt-Klinikum und das Klinikum Spandau. In den folgenden Tagen soll der Streik auf weitere Standorte ausgeweitet werden. Die Notfallversorgung ist jedoch jederzeit gewährleistet.

Mehr als 94 Prozent der MB-Mitglieder hatten sich in einer Urabstimmung für eine Arbeitsniederlegung ausgesprochen, nachdem die Tarifverhandlungen nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden für gescheitert erklärt worden waren. „Auch intensive Gespräche in den vergangenen Tagen haben keine grundlegende Kehrtwende gebracht“, erklärte ein MB-Sprecher gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

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Der MB fordere für Berlin eine Angleichung an Arbeits- und Tarifbedingungen, wie sie in vergleichbaren kommunalen Häusern im gesamten Bundesgebiet gälten. „Ein Streik ist von uns nicht gewollt. Daher haben wir in den Gesprächen große Zugeständnisse gemacht, um unsere Kernforderung durchzusetzen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des MB-Landesverbandes Berlin-Brandenburg, Peter Bobbert, heute in Berlin. Der Klinik­träger „verspielt hier eine Chance, den Worten vom familienfreundlichen Arbeitgeber Taten folgen zu lassen“.

„Wir haben Gehaltserhöhungen bis zur Schmerzgrenze angeboten und zuletzt auch ein Angebot gemacht, das die Kernforderung des MB nach zusätzlichen Gehaltsstufen berücksichtigt“, meinte dagegen Christian Friese, Personalgeschäftsführer von Vivantes. Das Gesamtvolumen des Paketes für die rund 1.800 Ärzte bei Vivantes läge damit „im zweistelligen Millionenbereich“.

Neuer Tarifvertrag bei Sana
Auf einen neuen Tarifvertrag verständigt hat sich der MB indes mit der Sana Kliniken AG. Er sieht vor, dass die Gehälter der Ärzte in drei Stufen um insgesamt 5,1 Prozent steigen – um 2,6 Prozent Anfang Januar 2014, um weitere 1,2 Prozent zum 1. Oktober 2014 und um weitere 1,3 Prozent ab 1. Juni 2015.

Außerdem gibt es eine neue Urlaubsregelung: Entsprechend den Vorgaben der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes ist nun ausdrücklich klargestellt, dass der Urlaubsanspruch einheitlich für alle Ärzte 30 Arbeitstage im Kalenderjahr beträgt. Die bisherige Regelung im Manteltarifvertrag sah eine nach Alter gestaffelte Urlaubsdauer von 26, 29 beziehungsweise 30 Arbeitstagen vor.

Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015. Die zuständigen Tarifgremien von MB und Sana müssen ihm noch zustimmen. © hil/aerzteblatt.de

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