Politik

Ausbau der Palliativversorgung in Bayern

Montag, 16. Juni 2014

München – Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen ausbauen möchte die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). „Damit setzen wir ein klares Zeichen für ein Leben in Würde bis zuletzt. Dagegen lehne ich aktive Sterbehilfe strikt ab“, sagte Huml gestern in München. Sie teilte mit, das Gesundheitsministerium habe drei weitere palliativmedizinische Dienste an Krankenhäusern anerkannt. Sie könnten ihre Arbeit an dem Klinikum Altmühlfranken am Standort Weißenburg, dem Klinikum München-Pasing und der Klinik Eichstätt aufnehmen.

Anzeige

Die palliativmedizinischen Dienste sind auf allen Stationen eines Krankenhauses tätig. Sie müssen laut den Bayerischen Qualitätskriterien aus einem speziell weitergebildeten Arzt, einer Pflegekraft sowie Sozialarbeitern oder Sozialpädagogen mit Fachwissen bestehen. In Bayern gibt es derzeit an 92 Krankenhäusern ein solches palliativ­medizinisches Angebot.

Zur Aus- Fort- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte gibt es in Bayern vier Akademien für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit in München, Nürnberg, Würzburg und Bamberg. Außerdem besteht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ein Lehrstuhl für Palliativmedizin.

Huml betonte in diesem Zusammenhang, dass auch die wohnortnahe ambulante Versorgung besonders wichtig sei.

Eine Anlaufstelle besonders für Angehörige sind die sogenannten Netzwerke in der Palliativversorgung. Sie informieren über medizinische, pflegerische und spirituelle Leistungen. Diese Netzwerke können sich auf der Internetseite des Ministeriums vorstellen. Bislang sind dort fünf Netze verzeichnet. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21.02.17
Verträge zur SAPV müssen europaweit ausgeschrieben werden
Berlin/Düsseldorf – Vor weiteren bürokratischen Hürden bei der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft SAPV. Sie weist auf ein Urteil des......
21.02.17
Landshut – Der bayerische Hausärzteverband tritt als erste ärztliche Berufsvertretung dem bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis bei. Patienten gerade in der letzten Phase ihres Lebens ärztlich zu......
17.02.17
Versorgung Sterbenskranker durch Gesetz nicht behindert
Berlin – Viele Ärzte sind verunsichert, inwieweit sie sich bei der Begleitung und Behandlung von schwerkranken Patienten, die nicht länger leben wollten, strafbar machen. Das berichtet die Deutsche......
16.02.17
Berlin – Bundestagspräsident Norbert Lammert hat allen in der Hospiz- und Palliativarbeit engagierten Menschen gedankt und die Verbundenheit des gesamten Bundestages mit dem Anliegen betont. „Sie......
14.02.17
Osnabrück/Berlin – Deutschland hat nach Einschätzung des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) bei der Versorgung sterbenskranker Menschen stark aufgeholt. „Wir dürfen zu Recht stolz darauf......
23.01.17
Berlin – Unheilbar erkrankte Patienten sollen künftig ambulant noch besser betreut werden. Das haben Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband in einer neuen Vereinbarung zur......
12.01.17
Mainz – In Rheinland-Pfalz und Sachsen ist in diesen Tagen ein neues Projekt gestartet, das Schwerkranken innige Wünsche erfüllen will. In Hessen soll der sogenannte „Wünschewagen“ in den nächsten......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige