NewsPolitikInstitut für Weltwirtschaft: Kran­ken­ver­siche­rung droht hohes Minus
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Institut für Weltwirtschaft: Kran­ken­ver­siche­rung droht hohes Minus

Dienstag, 17. Juni 2014

Berlin – Der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) droht dem Kieler Institut für Weltwirtschaft zufolge ein milliardenschweres Minus. Steigende Ausgaben der Kranken­kassen und Kürzungen des Bundeszuschusses aus Steuermitteln bringen der GKV demnach dieses Jahr ein Defizit von 1,7 Milliarden Euro ein. 2015 seien es sogar 6,1 Milliarden. Entsprechenden Berechnungen, über die das Handelsblatt zuerst berichtete, lagen der Nachrichtenagentur dpa in Berlin vor.

„Die gesamten Ausgaben der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung werden im Prognose­zeitraum vermutlich um 4,8 beziehungsweise 3,9 Prozent zunehmen”, so die Wirtschafts­experten. Für die Versicherten haben die Experten zunächst beruhigende Nachrichten. So werden die vom Einkommen abhängigen Zusatzbeiträge, die die Kassen infolge der schwarz-roten Gesundheitsreform ab 2015 nehmen können, nach ihrer Prognose zunächst nur in mäßiger Höhe erhoben werden. Denn die Kassen dürften zunächst ihre noch hohen Reserven einsetzen.

Anzeige

Die anderen Sozialversicherungszweige werden demnach zwar 2014 und 2015 Über­schüsse erzielen. Doch diese reichen rechnerisch nicht aus, um das Loch bei den Krankenkassen auszugleichen. Insgesamt werden die Sozialversicherungen demnach also das Jahr 2015 mit einem Verlust von 700 Millionen Euro abschließen. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. September 2020
Berlin – Kritik an den heute vom Bundeskabinett beschlossenen Maßnahmen zur Einhaltung der Sozialgarantie 2021 übt die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie auch der Deutsche
Kritik an BMG-Plänen für Krankenkassenfinanzen
23. September 2020
Berlin – Ab dem kommenden Jahr sollen 20.000 zusätzliche Pflegeassistenzstellen eingerichtet werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) vor, der heute vom
Kabinett macht Weg für Versorgungsverbesserungsgesetz frei
22. September 2020
Berlin – Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Bundesländer bewerten die Pläne des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG), die Reserven einiger Krankenkassen für die Pandemiekosten zu nutzen, kritisch. Arbeitgeber
Bundesländer kritisieren BMG-Pläne zur Pandemiefinanzierung
22. September 2020
Celle – Krankenkassen müssen eine Behandlung durch Heilpraktiker, Nahrungsergänzungsmittel und eine Feldenkrais-Therapie nicht bezahlen. Das hat das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle
Krankenkassen müssen Behandlung durch Heilpraktiker und Feldenkrais nicht bezahlen
15. September 2020
Berlin – Um die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2021 nicht aus dem Ruder laufen zu lassen, hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) nun ein Konzeptpapier vorgelegt. Dem Papier
GKV-Finanzen: BMG setzt auf Steuergeld und Solidarität des Kassensystems
8. September 2020
Berlin – Die kostenfreien PCR-Tests auf SARS-CoV-2-Tests für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten sollen am kommenden Dienstag enden. Gleichzeitig soll die Möglichkeit zur Testung von drei auf zehn
Kostenfreie Tests enden, erneute Debatte um Finanzierung
4. September 2020
Berlin – Die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) sieht für nächstes Jahr zusätzlichen Finanzbedarf und dringen dafür auf Hilfe des Bundes. „Um einen flächendeckenden Anstieg der Zusatzbeiträge im
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER