NewsPolitikAlleinerziehende sind am stärksten gestresst
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Alleinerziehende sind am stärksten gestresst

Dienstag, 17. Juni 2014

Berlin – In Deutschland leiden vor allem Alleinerziehende, Arbeitslose und Studentinnen unter chronischem Stress. Dagegen sind leitende Angestellte und Beamte weniger belastet. Das geht aus einer Untersuchung der DAK-Gesundheit hervor, bei der die Stressbelastung bei bundesweit 3.000 Frauen und Männern im Alter von 25 bis 40 Jahren anhand des „Trierer Inventars zum chronischen Stress“ erfragt wurde.

Der Untersuchung zufolge sind gut ausgebildete Berufstätige weniger von chronischem Stress betroffen als weniger gut ausgebildete. Angestellte mit einfachen Tätigkeiten und geringem Handlungsspielraum haben ein Stressniveau, das über dem von Hochquali­fizierten liegt. Beamte im mittleren Dienst sind darüber hinaus durch chronischen Stress stärker belastet als Beamte im gehobenen Dienst.

Unter größerem Druck leiden der Untersuchung zufolge auch junge Menschen an Universitäten: Studierende weisen ein überdurchschnittliches Stressniveau auf, wobei Studentinnen noch stärker gestresst sind als ihre männlichen Kommilitonen.

Anzeige

Die höchste Stressbelastung haben allerdings Alleinerziehende. Diese nannten besonders viele Situationen, in denen sie sich überfordert, für ihre Anstrengungen nicht anerkannt oder von Sorgen geplagt fühlten. „Stress ist nicht per se gefährlich“, sagte Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstandes der DAK-Gesundheit. „Aber wenn eine intensive Stressbelastung über lange Zeit anhält und nicht kompensiert werden kann, führt das möglicherweise zu chronischem Stress. Und der macht auf Dauer krank.“

Unter den psychischen Erkrankungen haben in den vergangenen Jahren drei Diagnosen besonders stark zugenommen: Depressionen, Reaktionen auf schwere Belastungen sowie Angststörungen. Allein bei den Depressionen hat sich die Anzahl der Fehltage in den vergangenen 13 Jahren um 178 Prozent erhöht. Für diese drei Diagnosen sehen Experten chronische Stressbelastung als einen wichtigen Risikofaktor an. © EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

26. Juli 2019
Garching – Fast zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung fühlen sich nach einer neuen Umfrage im Job gestresst. 63 Prozent bezeichneten ihren Stresslevel am Arbeitsplatz als hoch oder eher hoch, wie
Zeitdruck und Kollegen stressen im Büro
29. Mai 2019
Singapur – Jeder „ausgebrannte“ Arzt verursacht den Kliniken allein durch verkürzte Arbeitszeiten und Arbeitsplatzwechsel Kosten von durchschnittlich 7.600 US-Dollar pro Arzt und Jahr. Zu diesem
Folgekosten für Krankenhäuser durch Burnout errechnet
16. Mai 2019
Providence/Rhode Island – Der Stress des ersten Berufsjahres, in dem US-Ärzte häufig 65 Wochenstunden oder länger in der Klinik verbringen, hinterlässt offenbar Spuren im Erbgut. In einer
Chromosomen von Ärzten altern im ersten Berufsjahr schneller
7. Mai 2019
Dresden – Die Technische Universität (TU) Dresden will wachsendem Stress bei Studierenden und Beschäftigten vorbeugen und arbeitet deshalb mit der AOK Plus an einem Maßnahmenpaket. Das Studium und die
TU Dresden will psychischen Erkrankungen vorbeugen
3. Mai 2019
Ulm – Chronischer psychosozialer Stress behindert die Knochenheilung nach Frakturen. Mithilfe des Betablockers Propranolol lässt sich diese stressbedingte Knochenheilungsstörung beheben. Das berichtet
Dauerstress behindert die Knochenheilung nach Brüchen
11. April 2019
Stockholm – Ein einmaliges Stressereignis kann Herz und Kreislauf schädigen. Dies zeigen die Ergebnisse einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie aus Schweden im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2019; 365:
Stresserlebnisse ziehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich
9. April 2019
Boston – Erhöhter Stress von jungen Müttern kann Spuren im Gehirn der Säuglinge hinterlassen, die in einer Studie in JAMA Pediatrics (2019; doi: 10.1001/jamapediatrics.2019.0492) im
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER