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Vermischtes

Implantat als Frühwarnsystem gegen Schlaganfall

Mittwoch, 18. Juni 2014

Hamburg – Als bundesweit erste Krankenkasse will die DAK-Gesundheit Patienten mit Herzproblemen künftig mit einem Frühwarnsystem vor Schlaganfällen schützen. Durch die ambulante Implantation eines „Bio-Monitors“ und das anschließende Home Monitoring wird die Herztätigkeit dauerhaft aufgezeichnet und bei Unregelmäßigkeiten sofort der behandelnde Kardiologe alarmiert. Mit einer  rechtzeitigen Therapie lässt sich die Wahrscheinlichkeit weiterer Schlaganfälle um mehr als 50 Prozent senken.

Der Startschuss für das neue Monitoring-Programm der Krankenkasse fiel gestern bei der eHealth Conference in Hamburg in Anwesenheit von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe und der Hamburger Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks.

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In der Pilotphase sollen 1.000 Risikopatienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, den Herzmonitor von der Größe einer Zwei-Euro-Münze erhalten. Einer Modellrechnung zufolge müssen 55 von 1.000 herkömmlich behandelten Patienten binnen eines Jahres mit einem erneuten Schlaganfall rechnen. Beim Einsatz des vom Berliner Medizintechnikhersteller Biotronik entwickelten Implantats sinkt diese Zahl auf 31.

Zum Hintergrund: Jedes Jahr erleiden rund 250.000 Menschen einen Schlaganfall. Die Ursachen hierfür sind häufig unklar, meist gilt Vorhofflimmern als Auslöser. „Für die Betroffenen ist das Rätselraten eine schwere Belastung“, sagte Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. Mit dem Implantat soll sich künftig zehn Mal öfter als bei der bisherigen Diagnostik durch die tägliche Datenübertragung ein Vorhofflimmern nachweisen lassen. „Unser neues Angebot verbessert die medizinische Versorgung unserer Versicherten, dadurch erhöht sich ihre Lebensqualität“, erklärte Rebscher .

Telemedizinische Versorgungsformen gehören schon seit Jahren zum Programm der DAK-Gesundheit. „In unseren Augen erhält die Telemedizin ein immer größeres Gewicht als Teil der regulären Versorgung“, betonte Rebscher. Er verwies darauf, dass zahlreiche Studien inzwischen den Nutzen der Telekardiologie belegt haben. Zudem hätten die kardiologischen Fachgesellschaften die implantatbasierte Nachsorge in ihre Leitlinien aufgenommen. © KBr/aerzteblatt.de

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