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Deutsche Urologin wird Ärztliche Direktorin bei Eurotransplant

Montag, 23. Juni 2014

Leiden – Die Stiftung Eurotransplant (ET), die in acht Ländern Europas inklusive Deutschland postmortale Organe zur Transplantation zuteilt, hat eine Führungs­position neu besetzt: Die promovierte Urologin Undine Samuel (49), wird die Nachfolge des früheren Medizi­nischen Direktors Axel Rahmel antreten. Axel Rahmel war zum 1. April als Medizinischer Vorstand an die Spitze der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) nach Frankfurt am Main gewechselt. Seither war seine Position bei Eurotransplant, das seinen Sitz im niederländischen Leiden hat, vakant.

Nun wird diese Stelle bei ET aus den Reihen der DSO besetzt: Samuel wurde im Jahr 2008 DSO-Koordinatorin und zwei Jahre später Geschäftsführende Ärztin der DSO-Region Mitte in Mainz. ET-Präsident bleibt Bruno Meiser, der das Zentrum für Transplantationsmedizin der LMU München leitet.

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Undine Samuel hat Humanmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen studiert und im Jahr 2002 ihre Facharztausbildung zur Urologin an der Klinik für Urologie der Universität Erlangen abgeschlossen. Außerdem hat sie sich auf dem Gebiet Chirurgie weitergebildet und an der Universität Erlangen sowohl Nieren für die Transplantation entnommen als auch implantiert.

Die Urologin habe in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn nicht nur viel praktische Erfahrung in allen für die neue Position relevanten Bereichen gesammelt, sondern sich auch erfolgreich bei der Kooperation mit den Kliniken zur Rekrutierung von Organspen­dern engagiert, heißt es in einer Pressemitteilung von Eurotransplant.

Organallokation: Die Suche nach dem passenden Empfänger

Wie Eurotransplant Organe vermittelt. Ein Besuch im niederländischen Leiden Es ist früher Nachmittag im dritten Stock des Eurocenters am Rand der Universitätsstadt Leiden. In der Organvermittlungsstelle Eurotransplant (ET) sitzen zwei Mitarbeiterinnen an ihren PCs und telefonieren mit Transplantationszentren.

„Ich freue mich darauf, in der neuen Aufgabe an der Weiterentwicklung und Verbesserung des Allokationssystems mitwirken zu können“, wird Samuel zitiert. Valide Daten aus der Forschung, aus Spender- und Empfängerregistern und Richtlinien der einzelnen Länder zur Organtransplantation seien die Grundlage.

Für Deutschland, der einwohnerstärksten Nation im ET-Verbund (Belgien, Niederlande, Luxemburg, Deutschland Österreich, Kroatien, Slowenien, Ungarn) ist im Koalitions­vertrag die Einrichtung eines nationalen Transplantationsregisters vereinbart worden. Ein Machbarkeitsgutachten für das Transplantationsregister liegt der Bundesregierung inzwischen vor, über die konkrete Ausgestaltung ist aber noch nicht entschieden.

Das Register soll mit Hilfe der Dokumentation von Spender- und Empfängermerkmalen unter anderem Prognosefaktoren für gute Langzeitfunktionsraten ermitteln, die als Grundlage für eine Optimierung der Allokationsregeln dringend benötigt werden. Auch Daten im Bereich der Lebendorganspende – hier ist ET nicht für die Allokation zuständig­­­ – sollen in das neue Register aufgenommen werden. © nsi/aerzteblatt.de

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