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Streik bei Vivantes: Jonitz schlägt Gesundheitssenator Czaja als Vermittler vor

Dienstag, 24. Juni 2014

Berlin – Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) soll sich im Tarifstreit zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Geschäftsführung der Vivantes-Kliniken als Vermittler einschalten. Das hat der Präsident der Ärztekammer Berlin, Günther Jonitz, vorge­schlagen. Der Gesprächsfaden, der aktuell abgeschnitten sei, müsse wieder geknüpft werden, erklärte Jonitz.

Von heute bis Freitag streiken die Ärzte an allen neun Vivantes-Kliniken in Berlin. Bereits in der vergangenen Woche hatten Ärzte an einzelnen Standorten die Arbeit nieder­gelegt. Der Notdienst war und ist aber in allen Häusern gewährleistet. Eine Eskalation der Auseinandersetzung würde das Klima im größten kommunalen Krankenhauskonzern Deutschlands nachhaltig schädigen, völlig unabhängig vom Ausgang des Tarifstreits, warnte der Kammerpräsident.

„Wir begrüßen den Vorschlag für eine Vermittlung sehr“, erklärte der Geschäftsführer des MB Berlin Brandenburg, Reiner Felsberg, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Der MB habe mit seiner „sanften Eskalation“ der Tarifmaßnahmen in der vergangenen Woche der Vivantes-Geschäftsführung immer wieder Zeit gegeben, ein neues Angebot vorzulegen. Diese habe sich allerdings nicht bewegt, so Felsberg.

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„Die Mitarbeiter von Vivantes, insbesondere die Ärzte, sind hoch motiviert und stellen ihr Engagement lieber in den Dienst der Patienten als in Streikmaßnahmen. Voraussetzung ist, dass die tarifliche Ungleichbehandlung zum Nachteil fast aller bei Vivantes beschäftigen Ärztinnen und Ärzte beendet wird“, sagte Jonitz.  

Der MB fordert für Berlin eine Angleichung an Arbeits- und Tarifbedingungen, wie sie in vergleichbaren kommunalen Häusern im gesamten Bundesgebiet gelten. „Ein Streik ist von uns nicht gewollt. Daher haben wir in den Gesprächen große Zugeständnisse gemacht, um unsere Kernforderung durchzusetzen“, hatte der Vorstandsvorsitzende des MB-Landesverbandes Berlin-Brandenburg, Peter Bobbert, vor den Arbeitsnieder­legungen erklärt. Der Klinikträger verspiele hier eine Chance, „den Worten vom familienfreundlichen Arbeitgeber Taten folgen zu lassen“. © hil/aerzteblatt.de

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