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Ärzteschaft

KV Schleswig-Holstein kritisiert AOK-Patienten­quittung als irreführend

Mittwoch, 25. Juni 2014

Bad Segeberg – Scharfe Kritik an der Patientenquittung der AOK hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Schleswig-Holstein geübt. „Die Patientenquittung vermittelt ein völlig falsches Bild von den Leistungen und der Honorierung der Ärzte. Schlimmer noch: Sie erweckt den Eindruck, dass die aufgeführten Preise auch ausgezahlt werden“, heißt es in einer Stellungnahme der KV. Die Patientenquittung sei daher „eine Mogelpackung“.

Die KV nennt ein Beispiel: Für einen durchschnittlicher Besuch beim Hausarzt mit einer Ultraschalluntersuchung des Bauchs und einer differenzialdiagnostischen Klärung psychosomatischer Krankheitszustände erhält der Arzt laut der AOK-Patientenquittung 64,13 Euro. Dieser Wert ergibt sich aus der Formel Punktzahl multipliziert mit dem Orientierungspunktwert.

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„In der realen Welt der quotierten Vergütung aber erhält der Doktor ganze 55,62 Euro – brutto und vor Abzug der Praxiskosten und der Ausgaben für den Praxisbedarf“, so die KV. Es führe kein Weg daran vorbei, alle Leistungen des Arztes mit einem festen Preis zu vergüten, wenn Versicherte künftig verständlich und präzise erfahren sollten, was ein Arztbesuch gekostet habe, hieß es aus der KV. © hil/aerzteblatt.de

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R. Salomé
am Donnerstag, 26. Juni 2014, 07:17

Falsche Zahlen?

Merkwürdig: das DÄ schreibt 41,55 € statt 73,94 €, die die AOK in der Patientenquittung ausweisen soll. Wenn ich die Originalveröffentlichung aus Schleswig-Holstein nachlese, stehen dort resp. 55,62 € und 64,13 €.
Was ist nun richtig?

Anmerkung der Redaktion: Die KV hatte inzwischen die Daten korrigiert. Wir haben sie jetzt auch übernommen.
LNS

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