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Ausland

Europäische Krankenver­sicherungskarte immer beliebter

Mittwoch, 25. Juni 2014

Berlin – Immer mehr Europäer setzen auf die Europäische Kran­ken­ver­siche­rungskarte (EKVK).  Mittlerweile sind rund 200 Millionen dieser Karten im Umlauf, acht Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Darauf hat die Europäische Kommission zu Beginn der Urlaubssaison hingewiesen. Dass immer mehr Bürger die Karte anfordern, spreche laut Sozialkommissar László Andor für das Vertrauen in das EKVK-System und den gebotenen Schutz.

In Deutschland sind rund 45 Millionen der Versicherungskarten im Umlauf. Das hängt damit zusammen, dass gesetzlich Versicherte hierzulande die Karte nicht beantragen müssen – sie ist automatisch auf der Rückseite der Versichertenkarte aufgedruckt. Die EKVK genügt, um sich im europäischen Ausland bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung medizinisch behandeln zu lassen. Innerhalb der EU ersetzt sie den früher notwendigen Auslandskrankenschein. Der Versicherte erhält damit eine ambulante oder stationäre Behandlung durch das öffentliche System in anderen EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Für private Gesundheitsanbieter gilt die Karte nicht.

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Krankenhäuser des öffentlichen Gesundheitssystems sind verpflichtet, die Karte anzuerkennen. Laut Europäischer Kommission habe es jedoch Fälle gegeben, in denen öffentliche Gesundheitseinrichtungen Patienten mit der Karte abgewiesen hätten, meist aus Unkenntnis der Gesundheitsdienstleister. Für den Fall, dass die EKVK nicht akzeptiert wird, sollten sich Patienten an die zuständige Gesundheitsbehörde des Aufenthaltslandes wenden. Bleibt es bei der Akzeptanzweigerung, sollten die Patienten die Gesundheitsbehörden in ihrem Heimatland um Unterstützung bitten.

Sollte es dennoch weitere Probleme geben, können sie sich an die Europäische Kommission wenden.  Diese verspricht, den Vorgang zu untersuchen und bei den Behörden des betreffenden Landes vorzubringen. Die EU hat eine Smartphone-App zur EKVK erstellt.

Sie bietet Informationen über die Karte, Notruf-Telefonnummern, eine Liste der Behandlungen und Kosten, die abgedeckt sind, sowie darüber, wie man die Kostenerstattung beantragt und wen man bei Verlust der Karte kontaktieren kann. Die App enthält Daten zu den 28 EU-Staaten sowie zu Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz und ist in 25 Sprachen erhältlich. © hil/aerzteblatt.de

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