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Medizinstudierende für bundesweit einheitliches Curriculum

Mittwoch, 25. Juni 2014

Berlin – Vor dem Hintergrund verschiedener Modell- und Reformstudiengänge hat sich die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) dafür ausge­sprochen, die Struktur des Medizinstudiums bundesweit einheitlich zu regeln. Die Studierenden wünschen sich dabei eine stärkere wissenschaftliche Orientierung mit einer verpflichtenden wissenschaftlichen Arbeit.

Wichtig sei aber, dass Studierende die Möglichkeit hätten, individuelle Schwerpunkte zu setzen, um persönlichen Interessen Rechnung zu tragen. Die Fakultäten sollten ihre Curricula überprüfen und mit Blick auf den Nationalen Kompetenzbasierten Lernziel­katalog (NKLM) gegebenenfalls neu strukturieren. Für diesen Katalog existiert ein Entwurf, den die Wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Augenblick überarbeiten und mit Hilfe der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesell­schaften (AWMF) zusammenführen.

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Neben der auch kürzlich vom Medizinischen Fakultätentag geforderten wissen­schaftlichen Ausrichtung muss das Medizinstudium laut der bvmd auch praktische Kompetenzen vermitteln. „Es muss sich immer an den Bedürfnissen derjenigen Gesellschaft, in der die Medizinstudierenden ausgebildet werden, orientieren, um eine adäquate Vorbereitung zukünftiger Ärzte auf den ärztlichen Alltag zu gewährleisten”, sagte Janna-Lina Kerth, Bundeskoordinatorin für Medizinische Ausbildung bei der bvmd.

Wichtig ist den Studierenden außerdem, die Mobilität zwischen den Studienorten nach den einzelnen Studienabschnitten einfacher zu gestalten. Das praktische Jahr am Ende des Studiums könnte statt bislang drei künftig vier Abschnitte umfassen. Dieser vierte Teil sollte ein Wahlfach sein. Die bvmd spricht sich entschieden gegen einen weiteren Pflichtabschnitt aus, insbesondere in der Allgemeinmedizin.

© hil/aerzteblatt.de

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