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Ärzte begrüßen Vorschläge der Techniker Krankenkasse für Honorarreform

Donnerstag, 26. Juni 2014

Berlin – Nach der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat auch die Allianz Deutscher Ärzteverbände die Vorschläge der Techniker Krankenkasse (TK) für eine Honorarreform begrüßt.

Das vom Berliner IGES-Institut für die TK entwickelte Modell sieht anstelle von Pauscha­len Einzelleistungsvergütungen vor. Außerdem soll die Vergütung der Niedergelassenen laut dem Vorschlag in Fixkosten und variable Kosten getrennt werden. Fixkosten wie Raummieten würden nur bis zur Deckung bezahlt, varible Kosten wie Arzthonorare in vollem Umfang und ohne nachträgliche Kürzung.

„Das wäre das Ende von Honorarverteilung, Muschelwährung, Hamsterrad und Fallzahlbegrenzung“, kommentiert der Allianz-Sprecher und Vorstandsvorsitzende von Medi Geno Deutschland, Werner Baumgärtner, den Vorschlag. Dieser „Quantensprung“ wäre laut Baumgärtner auch für die jungen Ärzte, die sich niederlassen möchten, ein „tolles Signal weil die Kollegen dadurch endlich besser planen könnten“.

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Die KBV hatte die Reformvorschläge bereits gestern wohlwollend kommentiert. „Einzelleistungen zu fairen Preisen sind unverzichtbarer Bestandteil einer angemessenen und planbaren Vergütung. Ich begrüße es sehr, dass die TK hier unsere Gedanken und Vorschläge aufgreift“, sagte dessen Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen.

Trotz der grundsätzlichen Zustimmung zu den Reformvorschlägen nannte Baumgärtner einige Punkte im Konzept, die noch zu klären seien: „Das dem jetzigen Einheitlichen Bewerungsmaßstab zugrunde liegende kalkulatorische Arzthonorar muss neu kalkuliert werden. Und für die Hausärzte, die bundesweit inzwischen fast alle ihre Fälle oder Leistungen bezahlt bekommen, wäre das Einzelleistungssystem nur dann interessant, wenn die einzelnen Leistungen besser vergütet würden“, sagte der Medi-Geno-Vorsitzende.

Darüber hinaus befürchtet er in der Einführungsphase Umverteilungen – sowohl innerhalb einzelner Praxen als auch zwischen den Fachgruppen. „Insbesondere die technischen Fächer werden weniger Vergütung über die Begrenzung der Fixkosten erhalten“, so Baumgärtner. Dennoch wäre die Einzelleistungsvergütung besonders für die Fachärzte attraktiv, weil derzeit rund ein Fünftel der abgerechneten Fälle oder Leistungen nicht vergütet werde, sagte der Medi-Geno-Chef. © hil/aerzteblatt.de

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