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Universitätsklinikum Leipzig rutscht ins Minus

Donnerstag, 26. Juni 2014

Leipzig – Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat das vergangene Jahr mit einem Defizit von sieben Millionen Euro abgeschlossen. Damit weist das UKL erstmals seit 2006 ein negatives Jahresergebnis aus. „In unserem negativen Jahresergebnis schlagen sich vor allem die Ausnahmeereignisse der letzten beiden Jahre nieder, die allerdings durch die strukturellen Probleme in der Finanzierung der deutschen Universitätsmedizin verschärft wurden“, erläuterte Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Vorstand des UKL.

Zu den Ausnahmeereignissen gehört ein Rückgang stationärer Leistungen wegen der Regelverstöße im Leber­trans­plan­tations­pro­gramm und zweitens strikten Vorbeuge­maßnahmen in der Krankenhaushygiene. Im Rahmen der Hygienemaßnahmen hat die Uniklinik häufig Zweibettzimmer nur mit einem Patienten belegt.

„Dass wir mit resistenten Bakterien besiedelte Patienten frühzeitig erkennen und damit rechtzeitig die geeigneten Maßnahmen zur Verhinderung der Übertragung der Keime auf andere Patienten treffen können, ist ein Ergebnis unserer beispielhaften, aber eben auch sehr aufwendigen Hygieneregelungen“, betont Wolfgang Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. Der Rückgang an Leistungen war dabei gleichzeitig mit einem deutlichen Kostenanstieg verbunden.

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Das UKL fordert gemeinsam mit den anderen Universitätsklinika einen Systemzuschlag für die Hochschulmedizin. „Wir übernehmen beispielsweise immer mehr Aufgaben in der Behandlung von Notfällen in allen Fachbereichen rund um die Uhr und in der Sicherstellung der hochspezialisierten Versorgung im ambulanten Bereich“, erläuterte Zimmer. So sei die Zahl der Notfallbehandlungen im Jahr 2013 auf 34.000 gestiegen, 2000 mehr als im Vorjahr.

In der Transplantationschirurgie konnte das UKL den Einbruch des Vorjahres bereits stoppen: Bis Anfang Juni 2014 hatten die Chirurgen fast so viele Lebertransplantationen durchgeführt wie im ganzen Jahr 2013.

Vielversprechende Perspektiven biete auch die Forschung: „Der erneute Zuwachs der Drittmittel auf nunmehr 53,7 Millionen im vergangenen Jahr ist ein Beleg der Erfolge unserer wissenschaftlichen Arbeit“, betont Michael Stumvoll, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. © hil/aerzteblatt.de

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