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Ärzteschaft

Bundes­ärzte­kammer will Versorgung von psychisch Kranken verbessern

Freitag, 27. Juni 2014

Hannover – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hat gefordert, die psychiatrisch-psycho­therapeutische Versorgung noch enger in den „somatischen“ Behandlungskontext einzubinden. Sowohl im Medizinstudium als auch in der Facharztweiterbildung müsse die Psychotherapie den ihr gebührenden Stellenwert erhalten, sagte Cornelia Goesmann, Beauftragte des BÄK-Vorstandes im Vorfeld im Vorfeld des Symposiums der BÄK und der Bezirksstelle Hannover der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) heute in Hannover.

Wer krank ist, geht zum Arzt – wer psychisch krank ist, laut BÄK nicht unbedingt. Denn in Deutschland werde die psychotherapeutische Versorgung sowohl von ärztlichen als auch von psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichen­psycho­therapeuten mit den ihnen jeweils eigenen Qualifikationen getragen.

„Die spezifisch ärztliche Form der Behandlung psychisch Kranker liegt in ihrer Kompetenz, ein individuelles Gesamtkonzept für den einzelnen Patienten anbieten zu können“, machte Goesmann deutlich. Dies sei umso wichtiger, weil psychisch Kranke häufig auch unter behandlungsbedürftigen somatischen Erkrankungen leiden, die sich wechselseitig sogar noch verstärken können.

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Mit Blick auf die Diskussion über lange Wartezeiten in der Psychotherapie forderte die Goesmann zudem bessere strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen. „Dazu gehören neben der Antragspsychotherapie auch ausreichend finanzierte diagnostische und psychotherapeutische Gespräche im haus- und fachärztlichen Bereich“, erklärte sie. © hil/aerzteblatt.de

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