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Neue Spezialambulanz für Zwangsstörungen am Uniklinikum Bonn

Freitag, 27. Juni 2014

Bonn – Das Uniklinikum Bonn hat eine neue Spezialambulanz für Menschen mit Zwangsstörungen eingerichtet. Das Angebot der Klinik für Psychiatrie und Psycho­therapie reicht von Diagnostik über Medikamente bis hin zu Verhaltenstherapie. Zudem gibt es eine Beratung von Angehörigen.

Menschen mit Zwangsstörungen leiden unter unkontrollierbare Gedanken. Um ein Gefühl der Sicherheit zu bekommen, führen sie in der Regel bestimmte Handlungen zwanghaft durch. Beispielsweise kontrollieren sie wiederholt elektrische Gegenstände und Türen oder führen umfangreiche Wasch- und Reinigungsrituale aus. „Obwohl den meisten Betroffenen die Sinnlosigkeit dieser Gedanken und Handlungen bewusst ist, gelingt es ihnen kaum aus eigener Kraft, sich dagegen zu Wehr zu setzen“, sagt Katharina Bey, Psychologin an der Bonner Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

An dieser Stelle setzt die neue Spezialambulanz an. Das Team aus Medizinern und Psychologen ermittelt auf Basis einer genauen Diagnostik die optimale Therapie­planung. 

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Neben einer medikamentösen Behandlung gibt es die Möglichkeit, eine umfangreiche verhaltenstherapeutische Gruppe zu besuchen. Ziel ist es, den Betroffenen wieder mehr Kontrolle und Freiraum in ihrem Leben zu geben. Angehörige und Helfer von zwangs­erkrankten Menschen erfahren in regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen Wissenswertes über die Entstehung von Zwängen und den Umgang mit Betroffenen. © hil/aerzteblatt.de

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