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Politik

Einheitliche Sprachtests für ausländische Ärzte beschlossen

Freitag, 27. Juni 2014

Ausländische können im Goethe-Institut deutsch lernen  /dpa

Hamburg – Einheitliche Sprachtests für ausländische Ärzte, Zahnärzte und Apotheker haben die Länder-Gesundheitsminister bei ihrem Treffen gestern und heute in Hamburg beschlossen. Die Mediziner und Pharmazeuten sollen künftig ein allgemeines Sprach­niveau auf dem Niveau „B2“ und ein Fachsprachenniveau der Stufe „C1“ nach dem Gemeinsamen europäische Referenzrahmen für Sprachen nachweisen.

„Wer als ausländischer Arzt, Psychotherapeut oder Apotheker in Deutschland tätig werden will, muss dafür über ausreichende Kenntnisse sowohl in der Umgangssprache als auch in der Fachsprache verfügen“, hieß es aus der Gesundheitsministerkonferenz. Für die Überprüfungen der Sprachkenntnisse und Erteilung einer Approbation sind die Länder zuständig.

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„B2“ bedeutet nach dem Referenzrahmen „gutes Mittelmaß“, „C1“ „fortgeschrittene Kenntnisse“. Ärzte, Zahnärzte und Apotheker müssten sich mit Patienten mühelos verständigen, Anamnesen erheben und über Vor- und Nachteile von Behandlungen und Behandlungsalternativen aufklären können, so die Minister. Gegenüber Fachkollegen müssten sie sich klar ausdrücken können, damit Fehldiagnosen und falsche Therapieentscheidungen aufgrund von Verständnisfehlern ausgeschlossen seien.  

Schon in diesem Frühjahr hatte die Bundesärztekammer (BÄK) einheitliche Regelungen für den Berufszugang von Ärzten aus dem Ausland gefordert. Vorgaben zu Sprachkenntnissen und deren Nachweis sollten darin bundeseinheitlich und rechtsverbindlich festgelegt werden, so die BÄK in einer Stellungnahme.  

Die Fachsprachprüfungen für ausländische Ärzte bei den Landesärztekammern anzusiedeln, forderte Ende Mai der 117. Deutsche Ärztetag in Düsseldorf. Die Prüfung an Sprachinstitute oder den Arbeitgeber zu delegieren „unterläuft die Sicherstellung eines standardisierten Sprachniveaus“, heißt es in dem entsprechenden Antrag. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz führen die Landesärztekammer bereits Fachsprachprüfungen durch. © hil/aerzteblatt.de

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