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Gesundheitsausgaben in Deutschland wachsen langsam

Montag, 30. Juni 2014

dpa

Berlin – In den vergangenen drei Jahren sind die Gesundheitsausgaben in Deutschland um jeweils ein Prozent pro Jahr gewachsen. 2012 beliefen sich die Gesamtausgaben für Gesundheit auf 11,3 Prozent des Brutto-Inland-Produktes. Das hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute mitgeteilt.

Danach lag der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung in den Vereinigten Staaten (16,9 Prozent), den Niederlanden (11,8 Prozent), Frankreich (11,6 Prozent) und der Schweiz (11,4 Prozent) höher als in Deutschland. Der öffentliche Sektor finanziert in den meisten OECD-Staaten den Großteil der Gesundheitsausgaben. „Dies trifft auch auf Deutschland zu, wo der Anteil der öffentlichen Hand mit 77 Prozent leicht über dem OECD-Durchschnitt von 72 Prozent liegt“, hieß es aus der Organisation.

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Ein Faktor für den niedrigen Anstieg der Gesundheitsausgaben waren die Arzneimittel­preise: Sie sind laut der OECD 2011 und 2012 in Deutschland gesunken. Dieser Rückgang gehe auch auf das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz zurück, das bei patentgeschützten Arzneimitteln die Herstellerrabatte angehoben hatte und Preiserhöhungen bis 2013 ausschloss. Außerdem beendete das Gesetz die freie Preissetzung bei neuen und innovativen Medikamenten. Erstattungspreise werden nunmehr zwischen Herstellern und der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung basierend auf einer Nutzenbewertung verhandelt.

Die OECD-Expertise nennt auch einige gesundheitliche Rahmenbedingungen für Deutschland: Danach lag 2012 die Lebenserwartung bei Geburt für die gesamte Bevölkerung in Deutschland bei 81,0 Jahren und damit um nahezu ein Jahr über dem OECD-Durchschnitt von 80,2 Jahren. Unter den OECD-Ländern ist die Lebenserwartung in Japan (mit 83,2 Jahren) am höchsten, gefolgt von Island (83,0 Jahre) und der Schweiz (82,8 Jahren). © hil/aerzteblatt.de

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