NewsÄrzteschaft„Generation Y unterscheidet sich gar nicht so sehr von Vorgänger­generationen“
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Ärzteschaft

„Generation Y unterscheidet sich gar nicht so sehr von Vorgänger­generationen“

Montag, 30. Juni 2014

Berlin – „Die Denkweise der sogenannten Generation Y unterscheidet sich gar nicht so sehr von der der Vorgängergenerationen.“ Das sagte der Präsident der Bundes­vertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), Christian Kraef, in der vergangenen Woche auf dem Hauptstadtkongress in Berlin. „Wir haben nur die Gelegenheit, unsere Wünsche auszusprechen, die dann auch gehört werden.“ Typisch für die Generation Y sei, dass die Selbstverwirklichung eher in den Vordergrund trete und zunehmend auch der Wunsch, angestellt tätig zu sein. „Bei unseren anderen Forderungen, zum Beispiel eine gute Weiterbildung zu erhalten oder planbare Arbeitszeiten, gibt es gar keine so großen Unterschiede“, so Kraef.

„Ich habe schon das Gefühl, dass in den letzten Jahren etwas passiert ist – wenn auch nicht aus Liebe dem Nachwuchs gegenüber, sondern weil es passieren muss, wenn die Versorgung aufrechterhalten bleiben soll“, befand der bvmd-Präsident. „Gerade bei den Kassenärztlichen Vereinigungen erleben wir viel Gesprächs- und Änderungs­bereit­schaft.“

Die Kassenärztlichen Vereinigungen hätten das Problem des Ärztemangels bereits vor Jahren gesehen und auch entsprechend reagiert, betonte der Vorsitzende der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Hans-Jochen Weidhaas. „Im letzten Jahr haben wir zum Beispiel begonnen, eine bundesweite Imagekampagne zu führen, um für den Nachwuchs zu werben.“

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Weidhaas betonte den Stellenwert der Freiberuflichkeit für die Attraktivität des Arztberufes. Leider sei die Freiberuflichkeit in der Vergangenheit nach und nach erschwert worden, weil Vorschriften und Bürokratie „in erschreckendem Maße“ zugenommen hätten. „Wir sind sehr daran interessiert, dass der Arzt unbelastet freiberuflich tätig sein kann“, sagte Weidhaas. Dies könne man im Übrigen auch als angestellter Arzt.

Seine Vorstellung davon, wie junge Ärzte für eine Arbeit in ländlichen Regionen interessiert werden könnten, nannte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Georg Nüßlein (CSU): „Ich verspreche mir etwas davon, Medizinstu­dierende während ihrer Ausbildung stärker in Hausarztpraxen auf dem Land zu bringen. Dann wäre die Motivation, später selbst aufs Land zu gehen, schon ein ganzes Stück höher.“ Zudem sprach sich Nüßlein dafür aus, ärztliche Leistungen an Medizinische Fachangestellte zu delegieren, „weil ich glaube, dass wir dadurch Lücken schließen können, die sich auftun“. © fos/aerzteblatt.de

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