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Ärzteschaft

Marburger Bund einigt sich mit Vivantes

Montag, 30. Juni 2014

Berlin – Der Arbeitskampf in den Berliner Vivantes-Kliniken ist beendet. Nach fünf Mona­ten Verhandlungen und zweiwöchigen Streiks haben sich der Marburger Bund (MB) und die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH auf einen neuen Tarifvertrag für Ärzte geeinigt. „Voraussetzung war, dass Vivantes die Kernforderungen des MB erfüllen musste, nämlich neben einer adäquaten linearen Erhöhung der Entgelttabelle, die Einführung jeweils einer weiteren Erfahrungsstufe für der jungen Ärzte in der Weiter­bildung und für die erfahrenen Fachärzte“, erklärte der MB-Landesverband Berlin/Brandenburg.

Die Arbeitgeberseite hatte bis jetzt die Auffassung vertreten, diese Verbesserungen erst für das Jahr 2015 anzubieten. „Durch die Streikmaßnahmen konnte Vivantes dazu bewegt werden, die neuen Stufen rückwirkend zum 1. Januar 2014 einzuführen“, so der MB.

Rückwirkend zum Jahresbeginn 2014 erhalten die Ärzte nach der Tarifeinigung 2,5 Prozent mehr Gehalt. Ab 2015 steigen die Bezüge nochmals um 2,1 Prozent. Auch die Bereitschaftsdienstentgelte steigen ab Anfang 2014 um 2,5 Prozent. Für Assistenzärzte der Entgeltgruppe 1 gilt nach sechsjähriger ärztlicher Tätigkeit eine neue Stufe 6. Diese Ärzte erhalten 5.135,46. Auch für Fachärzte der Entgeltgruppe 2 gibt es künftig eine Stufe sechs. Sie gilt nach zwölf Berufsjahren. Die Ärzte erhalten dann 6781,08 Euro.

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Außerdem vereinbarten MB und Vivantes, Ärzten in Teilzeitbeschäftigung den Überstundenzuschlag nicht erst dann zu zahlen, wenn sie über die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden hinaus arbeiten, sondern bereits bei Überschreiten ihrer individuell vertraglich vereinbarten Arbeitszeit. Diese Regelung gilt aber erst ab Oktober dieses Jahres. Ab diesem Jahr gilt außerdem: Alle Ärzte haben einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen.

Mitte Mai hatte der MB die Tarifverhandlungen mit der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH nach der erfolglosen fünften Verhandlungsrunde für gescheitert erklärt. Ab dem 17. Juni hatte der MB erst einzelne Standorte, dann alle Berliner Vivantes-Kliniken bestreikt. „Diese Streikmaßnahmen haben letztlich die gewünschte Wirkung gezeigt“, hieß es aus der Ärztegewerkschaft. © hil/aerzteblatt.de

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