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Politik

Neue Aufgaben für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Baden-Württemberg

Dienstag, 1. Juli 2014

Baden-Württemberg – Neue Aufgaben bei der Anerkennung ausländischer Fachkräfte im Gesundheitswesen übernimmt der Öffentliche Gesundheitsdienst in Baden-Württem­berg. So wird das Landesgesundheitsamt (LGA) ab Oktober auch für alle nicht-akade­mischen Gesundheitsfachberufe prüfen, ob die Qualifikation deutschen Standards entspricht. Zusammen mit dem sogenannten IQ-Netzwerk Baden-Württemberg und anderen Institutionen hat das LGA zudem einen Vorbereitungskurs für ausländische Ärzte entwickelt und leistet damit einen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Das berichten das LGA im soeben erschienen Jahresbericht 2013.

„Mit unserem Blick auf die Gesundheit der ganzen Bevölkerung ergänzen wir die individualmedizinische Versorgung. Krankheitsprävention und Gesundheitsschutz gewinnen als Standortfaktoren für Baden-Württemberg immer größere Bedeutung“, sagte der LGA-Präsident Günter Schmolz bei Erscheinen des Berichtes.

Schwerpunkt chronischen Erkrankungen
Ein weiterer Schwerpunkt darin sind die chronischen Erkrankungen im Land, hier speziell der Diabetes mellitus Typ 2. „Fast jeder zehnte Mensch in Baden-Württemberg ist Schätzungen zu Folge von einem erkannten oder noch unerkannten Diabetes mellitus Typ 2 betroffen. Etwa jeder vierte über 65-Jährige leidet daran“, hieß es aus dem LGA. Zunehmend seien auch Jüngere und sogar Jugendliche betroffen. Das LGA unterstütze die Aufklärung und die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema, zum Beispiel über Risikofragebögen.

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Ein besonders wichtiges Thema des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Baden-Württem­berg ist laut dem Bericht das schnelle Einschätzen und Managen von Gesundheitsrisiken durch kaum bekannte oder neue hochansteckende Krankheits­erreger. Dazu gehörten zum Beispiel Chikungunya bei Touristen aus der Karibik, Verdacht auf MERS-CoV-Virusinfektion bei Reisenden aus dem Mittleren Osten, der Ebola-Ausbruch in Westafrika oder unbekannte Erkrankungen von Reiserückkehrern aus fernen Ländern.

Gesundheitsamt unterstützt Pandemieplanung
„In Baden-Württemberg bringt das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz des LGA seit über zehn Jahren seinen breiten fachlichen Sachverstand zur Abklärung und zum Management solcher Gesundheitsbedrohungen ein und unterstützt die Pandemie­planung im Land“, hieß es aus dem LGA.

Deutschlandweit ist es eines von acht ähnlichen Zentren für das gesundheitsbezogene Management von Verdachtsfällen auf hochansteckende Erkrankungen. Das Kompe­tenzzentrum Gesundheitsschutz ist rund um die Uhr für Gesundheitsämter und ausgewählte andere Institutionen erreichbar. © hil/aerzteblatt.de

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