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Ärzteschaft

Verband fordert Schub für die Integrierte Versorgung

Dienstag, 1. Juli 2014

Berlin – Juristische Hemmnisse für die Integrierte Versorgung (IV) abzubauen fordert die Deutsche Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen (DGIV) in einem neuen Positionspapier. Der Verband fordert darin, anfängliche höhere Kosten von IV-Projekten zuzulassen. „Wer mögliche anfängliche Mehrkosten von IV-Vorhaben nicht zulässt, verspielt durch diesen kurzfristigen Blick unabdingbare Investitionen für eine zukünftige bessere medizinische Versorgung“; sagte Bertram Häussler, DGIV-Vorstands­mitglied.

Die Prüfung der IV-Verträge durch die Aufsichten des Bundes und der Länder wurde in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert und diskutiert. Die DGIV fordert daher, die noch bestehenden Ungleichheiten in den Verfahren innerhalb der einzelnen Behörden und zwischen dem Bundesversicherungsamt und den Länderaufsichten zu beseitigen. Außerdem sollten Vorschläge erarbeitet werden, mit welchen Mindestan­gaben zu IV-Verträgen die Krankenkassen ihre Versicherten zu informieren haben.

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„Wir benötigen eine Art Beipackzettel für jedes IV-Projekt, damit Versicherte Angebote besser vergleichen und bewerten könnten“, erläutert Häussler. „Völlig unzureichend“ ist außerdem laut der DGIV die augenblickliche wissenschaftliche Auswertung der Versorgungsleistungen in der Regel- und Selektivversorgung.

Außerdem fordert der Verband in dem Positionspapier, den Krankenkassen mehr Freiheit zur Zusammenarbeit mit Unternehmen der Pharma- und Medizinproduk­teindustrie zu geben. „Die Jahre der vergangenen Legislaturperiode der Bundesre­gierung waren für die Weiterentwicklung der Integrierten Versorgung verlorene Jahre. Wir brauchen mit Blick auf die komplexen Herausforderungen unseres Gesundheits­wesens Strukturreformen, die nachhaltig, systematisch und vor allem versorgungs­wissenschaftlich begründet sind“, sagte der Vorstandsvorsitzende der DGIV, Stefan Spitzer. © hil/aerzteblatt.de

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