NewsHochschulenPositive Bilanz nach zehn Jahren Tumorzentrum in Heidelberg
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Positive Bilanz nach zehn Jahren Tumorzentrum in Heidelberg

Mittwoch, 2. Juli 2014

Heidelberg – Die enge Verzahnung von Forschung und individualisierter Krebsmedizin unter einem Dach bewährt sich. Dieses Fazit ziehen das Universitätsklinikum Heidelberg, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebshilfe zehn Jahre nach Gründung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg.

Das als onkologisches Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe ausgezeichnete NCT will aktuelle klinische Therapien optimieren und Forschungsergebnisse schneller zur Anwendung ans Krankenbett bringen. „Für die Erfolgsgeschichte des NCT war es entscheidend, Forschung und Klinik unter einem Dach zu vereinen. Mittlerweile haben wir das Erfolgsmodell NCT im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung an bundesweit sieben weitere Standorte übertragen“, sagte Otmar Wiestler, Vorstands­vorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ.

Anzeige

Guido Adler, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, würdigte vor allem, dass es dem NCT gelungen sei, eine interdisziplinäre Systemtherapie im Bereich der Onkologie einzuführen. Jeder Patient werde von einem Expertenteam begutachtet und anschließend nach strengen Standards behandelt.

Ein Meilenstein für die Entwicklung war im Jahr 2010 die Fertigstellung des neuen Gebäudes „Im Neuenheimer Feld 460“. Die Krebspatienten haben seither in Heidelberg eine zentrale Anlaufstelle, die Zahl der Patienten steigt laut dem NCT kontinuierlich. Im Jahr 2012 besuchten rund 8.200 Patienten mit einer neu diagnostizierten Krebserkran­kung das Centrum und mehr als 12.200 Patienten wurden im ambulanten Therapie­bereich der Einrichtung behandelt.

Der Sprecher des NCT-Direktoriums, Christof von Kalle, richtet den Blick nach vorn. „Individuelle Unterschiede im molekularen Profil von Tumoren werden zukünftig immer häufiger als Basis für Therapieentscheidungen herangezogen. Auf dieser Grundlage möchten wir nun die individualisierte Krebsmedizin am NCT systematisch weiterentwickeln und das NCT zu einem internationalen Spitzenzentrum der individualisierten Krebsmedizin ausbauen“, betonte er.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. Oktober 2020
Berlin – Künftig umfasst der Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) vier biomarkerbasierte Brustkrebstestverfahren. Einen entsprechenden Beschluss hat heute der Gemeinsame
Drei weitere Biomarker-Tests bei Brustkrebs als Entscheidungshilfe
6. Oktober 2020
Berlin – Angesichts einer zunehmend personalisierten Medizin mit begrenzten Fallzahlen bei prospektiv randomisierten Studien sollte für eine Bewertung der Versorgungsqualität künftig auch auf
Registerdaten können für Transparenz der Versorgungsqualität sorgen
2. Oktober 2020
Berlin – Im Freien arbeitende Menschen, deren Haut über lange Zeit starker UV-Strahlung ausgesetzt ist, entwickeln häufiger ein Basalzellkarzinome als andere Menschen. Die Deutsche Dermatologische
Basalzellkarzinome: Anerkennung als Berufskrankheit gefordert
2. Oktober 2020
London – Gleich drei randomisierte Studien haben in den vergangenen Jahren das optimale Timing für die Strahlentherapie nach einer radikalen Prostatektomie untersucht. Die Ergebnisse, die jetzt im
Prostatakarzinom: Radiotherapie nach Operation kann häufig warten
29. September 2020
Lugano/Köln – Patienten mit nicht operablen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Ösophaguskarzinomen sollten künftig in der Erstlinienbehandlung zusätzlich zur Chemotherapie Pembrolizumab
Ösophaguskarzinome: Pembrolizumab plus Chemotherapie neuer Standard für die Erstlinie
29. September 2020
Lyon – Eine Immuntherapie mit Pembrolizumab, das die Wirkung der körpereigenen Krebsabwehr verstärkt, hat sich bei einer Reihe von seltenen Sarkomen als wirksam erwiesen, wie die Erfahrungen aus einer
Pembrolizumab bei seltenen Sarkomen wirksam
29. September 2020
Valencia/Spanien – Ernährungsstörungen, unter denen viele Krebspatienten zumeist krankheitsbedingt leiden, erhöhen bei einer Krankenhausbehandlung das Risiko auf eine nosokomiale Infektion. Dies kam
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER