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Krankenkasse sieht starken Anstieg der Herz-Kreis­lauf-Medikation bei Männern

Mittwoch, 2. Juli 2014

Hamburg – Von einem Anstieg der Herz-Kreislauf-Medikation bei Männern um rund die Hälfte in den vergangenen zehn Jahren berichtet die Techniker Krankenkasse (TK). Laut dem aktuellen sogenannten Gesundheitsreport der Kasse erhielten männliche Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren 2013 durchschnittlich 111 Arzneimittel-Tagesdosen für Herz und Kreislauf.

Für ihren Gesundheitsreport 2014 hat die TK die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der 4,1 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen ausgewertet. Dazu zählen sozial­ver­sicherungs­pflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I.

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„Das Arzneimittelvolumen bei Männern ist dramatisch gestiegen. Einschließlich aller anderen Medikamente erhielten männliche Erwerbspersonen sogar 237 Tagesdosen“, sagte Gudrun Ahlers, bei der TK verantwortlich für den Gesundheitsreport. Die Herz-Kreislauf-Medikamente, darunter vor allem Blutdrucksenker, machten also fast die Hälfte aller Medikamente aus, die Männer per Verschreibung erhielten.

Bei Frauen entfallen laut dem Gesundheitsreport 26 Prozent der 235 verschriebenen Tagesdosen auf das Herz-Kreislauf-System. „Lange Zeit lag das Arzneimittelvolumen bei Frauen höher“, so Ahlers. In den letzten drei Jahren waren beide Geschlechter nahezu gleichauf. Inzwischen liegen die Männer bezogen auf alle verordneten Arzneimittel laut dem Report vorn. © hil/aerzteblatt.de

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Widerstand
am Mittwoch, 16. Juli 2014, 23:25

Anstieg der Herz-Kreis­lauf-Medikation

Es stellt sich die Frage, ob es tatsächlich an den Erkrankungen liegt. Oder übt die Pharmaindustrie verstärkten Druck auf Mediziner aus, damit diese mehr verschreiben?
Das wäre alles nicht notwendig, wenn die Mediziner den Rücken gerade machten und altbewährte (über jahrzehnte) Mittel verschreiben, die nicht einmal die mit Chance tödlichen Nebenwirkungen haben.
Die Krankenkassen stellen fest, dass die Kosten steigen. Na sicher, warum auch nicht, das Geld holt man sich von den Versicherten wieder und findet weitere Gründe Leistungen zu kürzen oder zu streichen. Da braucht man nicht einmal Rückgrat um sich gegen eine menschenverachtende Gesundheitspolitik zu wehren.
LNS

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