NewsVermischtesNeue Bestrahlungs­techniken erhöhen Heilungschancen trotz Metastasen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Neue Bestrahlungs­techniken erhöhen Heilungschancen trotz Metastasen

Donnerstag, 3. Juli 2014

Düsseldorf – Auf neue Entwicklungen bei der Strahlentherapie von Tumoren hat die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie hingewiesen. Moderne Bestrahlungstechniken ermöglichten punktgenaue Eingriffe, die Metastasen auch dort beseitigten, wo eine chirurgische Operation zu riskant wäre. „Moderne Bestrahlungsgeräte richten die Strahlen von mehreren Seiten auf ihr Ziel und zerstören wie ein Brennglas den Tumor, während das umgebende Gewebe geschont wird“, erläuterte Wilfried Budach, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie vom Universitätsklinikum Düsseldorf das Verfahren der sogenannten stereotaktischen Strahlentherapie.

Ursprünglich für Behandlungen am Gehirn entwickelt, wird die Stereotaxie laut Stephanie Combs, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie am Klinikum rechts der Isar in München, nicht mehr nur bei Hirnmetastasen eingesetzt. „Auch Metastasen am Körperstamm, etwa in der Lunge, können auf diese Weise unblutig entfernt werden“, erläuterte die DEGRO-Expertin.

Anzeige

Neue Erkenntnisse in der Tumorbiologie hätten zudem die Vorgehensweise und die Therapieplanung verändert, so Combs. Bei einigen Tumorarten schreite die Fernmetastasierung sehr rasch voran, und es kämen immer wieder neue Areale hinzu. Bei diesen Tumoren habe der Patient nicht immer Vorteile von der High-Tech-Strahlentherapie.

Es gebe aber auch Tumoren mit einem langsameren Ausbreitungsmuster, die nur an bestimmten Orten vereinzelte Metastasen bildeten. „Genau diese Patienten profitieren von einer gezielten Strahlentherapie“, erklärt sie. Beispiel seien nach genauer individueller Prüfung Lungentumoren, Prostatakarzinome oder Brustkrebs. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #612077
EEBO
am Freitag, 10. Oktober 2014, 22:26

@dr.med.thomas.g.schaetzler

Wahrscheinlich ist es Satire, ohne Quellenbeleg (habe jedenfalls bei der Durchsicht in pubmed lediglich einen Abstract zu einer einzigen In-vitro-Studie gefunden) uns auf eine Mischung aus Folsäure und Wolframat zu verweisen, und wir haben es die ganze Zeit nicht verstanden. Bernett vermischt auf eine interessante Art und Weise Fakten und Fiktion. Allerdings möchte ich seinen Vorschlag mit dem Vitamin D dann doch nicht ausprobieren, is' 'n büschen ville...
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 8. Oktober 2014, 10:45

@ Bernett: "Ooops"...

haben Sie da nicht glatt vergessen, "ein Jahr lang Vit D3, 40 Mykrogramm pro Kg KG täglich, kombiniert mit 2 Esslöffel Olivenöl tägl" und ihr "Folsäuere-Wolframat" als persönliche Therapie-Spezialität anzuführen?
Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Avatar #690938
Bernett
am Dienstag, 7. Oktober 2014, 17:00

Stereotaktische Hochvoltbestrahlung für Osteosarkome

Die stereotaktische Linearbeschleuniger- Bestrahlung dürfte auch für Knochenmetastasen und Osteosarkome anwendbar sein. Aber auch hier würde ein hochwirksamer Radiosensitizer mit nicht radioaktiven Schweratomen von entscheidendem Vorteil sein.
LNS

Nachrichten zum Thema

17. Mai 2019
Magdeburg – Zu enge Räume, schlechter Brandschutz, Probleme bei der Hygiene. Das Magdeburger Universitätsklinikum hat seine Krebsstation geschlossen. Die Sicherheit für Mitarbeiter und Patienten sei
Universitätsklinikum Magdeburg schließt Krebsstation
5. Februar 2019
Atlanta – In den USA ist es in den letzten 2 Jahrzehnten zu einem Anstieg bei 6 von 12 Krebserkrankungen gekommen, zu deren Risikofaktoren die Adipositas gehört. Dies geht aus einer Untersuchung der
Adipositasbedingte Krebserkrankungen werden bei jungen US-Bürgern immer häufiger
28. September 2018
New York – Diese Woche trafen sich im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York die Regierungen der Welt, um über Maßnahmen gegen nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) wie Diabetes, Krebs oder
Vereinte Nationen beraten über nichtübertragbare Krankheiten – ohne verbindliche Ziele zu benennen
7. September 2018
Tübingen – Oberflächenstrukturen von malignen Darmtumoren kartiert haben Wissenschaftler um Markus Löffler vom Universitätsklinikum Tübingen. Ziel war es, zu erkennen, wie sich Peptide an der
Oberflächenstrukturen maligner Darmtumoren kartiert
27. Juni 2018
Berlin – Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe haben eine neue S3-Leitlinie Larynxkarzinom
S3-Leitlinie Kehlkopfkrebs zur Kommentierung freigegeben
15. Dezember 2017
Lugano – Mit einem Positionspapier hat die (ESMO) auf die wachsende Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen von Krebspatienten und der tatsächlichen Anwendung patientenorientierter Pflege in der Praxis
Experten sprechen sich für unterstützende und palliative Pflege in der Krebsbehandlung aus
12. Oktober 2017
Hamburg – Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) untersuchen in einem dreijährigen Forschungsprojekt, wie sich das Konzept der gemeinsamen Entscheidungsfindung von Arzt und
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER