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Hochschulen

20.000 Deutschland­stipendien vergeben – Grüne zweifeln am Konzept

Montag, 7. Juli 2014

Berlin – Rund 20.000 Studierenden haben im vergangenen Jahr laut dem Statistischen Bundesamt ein Deutschlandstipendium erhalten. Gemessen an der Gesamtzahl der Studierenden erreichte die Zahl der Deutschlandstipendiaten damit einen Anteil von 0,76 Prozent schreibt die Fraktion Bündnis 90/Grünen im Deutschen Bundestag in einer Kleinen Anfrage. 2012 waren es 0,6 Prozent, 2011 0,2 Prozent.

Bleibe die Steigerung auf dem Niveau der letzten drei Jahre, werde das Ziel, acht Prozent aller Studenten per Deutschlandstipendium zu fördern, in etwa einem Vierteljahrhundert erreicht, so die Fraktion. Laut Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sollten bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2017 zwei Prozent der Studenten ein Deutsch­landstipendium erhalten.

Die Grünen führen an, dass das Deutschlandstipendium nicht nur von der Opposition im Deutschen Bundestag, sondern auch von Studentenverbänden, Gewerkschaften und Organisationen kritisch gesehen werde. Kritikpunkte seien unter anderem die kurze Förderdauer, der Verlust des Stipendiums nach einem Hochschulwechsel und eine hohe Fachabhängigkeit der Förderung.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte sich dagegen immer positiv zum Deutschlandstipendium und seiner Entwicklung geäußert. „Das Deutsch­landstipendium wird bei Hochschulen, Studierenden und privaten Förderern immer bekannter und beliebter“, hatte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) erklärt.

Von dem Stipendium profitierten nicht allein die Studierenden, sondern auch die Hochschulen, die Netzwerke mit Betrieben und anderen Förderern in ihrer Region bilden könnten. Die Ministerin betonte, die Stipendiaten entsprächen in Herkunft und Geschlecht dem Durchschnitt der Gesamtstudierenden. So liege der Anteil der BAföG-Empfänger bei etwa einem Viertel, der Frauenanteil bei knapp der Hälfte der Geförderten.

Deutschlandstipendien gibt es seit 2011. Sie sollen leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte Studierende mit jeweils 300 Euro im Monat fördern – für jeweils ein Jahr. Die Hälfte des Geldes stammt von Unternehmen, Stiftungen, Vereinen oder Privatpersonen, die andere Hälfte steuert das BMBF bei. © hil/aerzteblatt.de

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