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Divertikelkrankheit zurückhaltend therapieren

Dienstag, 8. Juli 2014

Ulm – Zu „mehr Sensitivität bei der Diagnosestellung und Behandlung der Divertikel­krankheit und der Divertikulitis“ rät der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). Allerdings seien anhaltende Unterbauchschmerzen gegebenenfalls mit Stuhlgangsveränderungen ein zwingender Grund, sich beim Hausarzt vorzustellen. Dieser müsse dann entscheidet, ob eine genauere Untersuchung beim Gastroenterologen erforderlich sei, erklärte die bng-Sprecherin Dagmar Mainz. Sie wies daraufhin, dass zunehmend auch jüngere Menschen von der Krankheit betroffen seien.

Bislang wurde die Divertikelkrankheit laut dem bng häufig übertherapiert, oft ohne bildgebende Untersuchungsverfahren. „Generell wird mehr Zurückhaltung im Umgang mit Antibiotika und chirurgischen Eingriffen angemahnt“, sagte Mainz mit Hinblick auf eine neue Diagnose- und Therapie-Leitlinien für die Divertikel-Erkrankung. Dabei handelt es sich um die neue Leitlinie „Divertikelkrankheit/Divertikulitis“ der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) sowie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

Laut der Leitlinie bilden sich bei etwa 30 bis 45 Prozent der Bundesbürger Schleim­hautausstülpungen in der Darmwand. Wenngleich diese Divertikel meist harmlos sind, muss laut den Fachgesellschaften doch jeder dritte bis vierte Patient im Verlauf mit Beschwerden rechnen, die zum Teil auf Entzündungen zurückzuführen sind. © hil/aerzteblatt.de

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