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Hochschulen

Brandenburg bekommt eine Medizinische Hochschule

Mittwoch, 9. Juli 2014

Potsdam – Das Land Brandenburg erhält eine „Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane“ (MHB). Den entsprechenden Antrag hat die Wissenschaftsministerin des Landes, Sabine Kunst (parteilos), soeben genehmigt. Ab 2015 sollen in jedem Semester 45 Medizinstudierende starten. Mit der neuen Hochschule sei die Hoffnung verbunden, die ärztliche Versorgung in Brandenburg abzusichern, sagte die Ministerin.

Sie erwarte, dass die Absolventen nach ihrem Studium im Land blieben. Gerade im ländlichen Raum bestehe ein Mangel an Medizinern. Kunst betonte, dass mit der Genehmigung kein Landeszuschuss verbunden sei. Die Hochschule werde sich über Studiengebühren und Geld der Kliniken finanzieren. Für angehende Ärzte soll es ein Stipendiensystem geben.

„Wir begrüßen die rechtliche Anerkennung durch das Wissenschaftsministerium“, freute sich der Präsident der Landesärztekammer, Udo Wolter. Der kontinuierliche Einsatz der Kammer für die Gründung der MHB habe sich gelohnt. „Wir brauchen mehr Absolventen der Humanmedizin für das Land Brandenburg und deutschlandweit. In den letzten Jahren haben sich zudem viele Privatdozenten und Professoren auf Chefarztstellen beworben und haben diese auch erhalten. Wir müssen ihnen auch in Zukunft die Möglichkeit bieten, zu lehren, wissenschaftlich zu arbeiten und eventuell auch zu forschen“, so Wolter.

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Die MHB wird ihren Sitz in Neuruppin haben, Träger ist die Medizinische Hochschule Campus GmbH. Die Landesärztekammer Brandenburg, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg, 39 Kliniken sowie der Hausärzteverband Brandenburg sind Kooperationspartner der neuen Hochschule. Sie wird ab dem Sommersemester 2015 einen Modellstudiengang Medizin anbieten. Schon vorher starten ein Bachelor­studiengang Psychologie und ein Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie.

„Wir sind unendlich froh darüber, dass endlich auch die Entscheidungsgremien in Politik und Wissenschaftsrat die Sinnhaftigkeit einer speziellen Medizinerausbildung in Branden­burg anerkannt haben“, sagte der Vorsitzende der KV Brandenburg, Hans-Joachim Helming.

Die ersten Ärzte für Brandenburg seien allerdings erst ab 2021 beziehungsweise 2026 zu erwarten, wenn die ersten jungen Menschen ihr Medizinstudium an der MHB erfolgreich abgeschlossen beziehungsweise ihre Weiterbildung zum Facharzt absolviert hätten. „Gerade deshalb ist es wichtig und richtig, dass jetzt diese wegweisende Entscheidung getroffen wurde“, sagte Helming. © hil/aerzteblatt.de

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