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Ausland

US-Armee investiert 40 Millionen Dollar für Hirnimplantate

Mittwoch, 9. Juli 2014

Washington – US-Forscher arbeiten mit Hilfe der Armee an Hirnimplantaten zur Wiederherstellung verlorengegangener Erinnerungen. Wie die Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums (DARPA) heute mitteilte, erhalten zwei US-Universitäten und ein weiteres Institut 40 Millionen Dollar (29,4 Millionen Euro) zur Entwicklung der Technologie, die sowohl verletzten US-Soldaten als auch Zivilisten zugutekommen soll. Die Hoffnung ist, dass implantierbare Chips eines Tages Lücken im Langzeitspeicher eines verletzten Gehirns überbrücken werden und sich auf diese Weise zumindest Basiserinnerungen und einfaches Faktenwissen wiederherstellen lassen.

Das Projekt Restoring Active Memory (RAM) zielt in erster Linie auf die rund 270.000 Militärangehörigen, die seit dem Jahr 2000 aufgrund schwerer Kopfverletzungen unter Erinnerungslücken leiden. Weitere 1,7 Millionen US-Bürger leiden aus verschiedenen Gründen ebenfalls unter Beeinträchtigungen im Gehirn. „Unser Ziel ist die Entwicklung von Neuroprothesen, damit Patienten mit Hirnverletzungen und -dysfunktionen ihre Erinnerungen wiedererlangen“, erklärte der Leiter des RAM-Projekts bei der DARPA, Justin Sanchez.

Die US-Regierung hat für ein Vier-Jahres-Programm zur Hirnforschung 100 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Von den nun vergebenen 40 Millionen Dollar erhalten Forscher der Universität von Pennsylvania 22,5 Millionen. Weitere 15 Millionen Dollar gehen an die Universität von Kalifornien, die übrige Summe geht an das staatlichen Lawrence-Livermore-Labor. Der Medizintechnik-Konzern Medtronic beteiligt sich laut DARPA an den Forschungsgeldern.

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Für erste Tests derartiger Neuroprothesen sollen Epilepsie-Patienten mit Gedächt­nisverlust herangezogen werden, denen aus Therapiegründen bereits Elektroden implantiert wurden. Die Chips könnten nach Angaben des Gedächtnisforschers Michael Kahana von der Universität von Pennsylvania möglicherweise auch Alzheimer-Patienten helfen.

DARPA-Manager Sanchez betonte, seine Behörde stimme sich in ethischen Fragen des Projekts eng mit anderen Experten ab. Befürchtungen, das US-Militär könnte die Technologie womöglich auch dazu nutzen, Erinnerungen seiner Soldaten zu löschen, wies Sanchez zurück. DARPA betreibe keine Forschungen in diese Richtung, sagte er. © afp/aerzteblatt.de

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