NewsPolitikFachkräftemangel: Pflegeverband in Thüringen setzt auf Ausbildungsumlage
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Fachkräftemangel: Pflegeverband in Thüringen setzt auf Ausbildungsumlage

Freitag, 11. Juli 2014

Erfurt – Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) Thüringen hat eine Ausbildungsumlage vorgeschlagen, um dem Fachkräftemangel im Land entgegen­zuwirken. Sie soll es möglichst vielen Betrieben erlauben, Pflegekräfte auszubilden. Hintergrund sind aktuelle Studien, nach denen die Pflegeeinrichtungen in Thüringen in den kommenden Jahren mehrere Tausend zusätzliche Fachkräfte benötigen, um ihren hohen Qualitätsstandard zu halten.

„Wir haben die Ausbildungszahlen erheblich gesteigert, wir unterstützen Umschulungen und Weiterbildungen, wir bemühen uns um ausländische Fachkräfte und betreiben Werbung für den Beruf – landauf, landab“, erklärte die Vorsitzende des bpa Thüringen, Margit Benkenstein. „Allerdings können wir es uns schlicht nicht länger leisten, dass die Pflegevergütung, ambulant wie stationär, bis zu 30 Prozent niedriger ist als in den westlichen Nachbarländern“, verwies Benkenstein. So könnten in Thüringen keine konkurrenzfähigen Gehälter gezahlt werden, um die Abwanderung zu stoppen.

Anzeige

Der bpa Thüringen fordert deshalb kurzfristig deutlich höhere Pflegevergütungen und Gehälter für die Beschäftigten. Gleichzeitig soll die Zulassung von Altenpflegehelferinnen zur Weiterbildung zur Fachkraft unbürokratischer laufen „Und Thüringen muss endlich das Schulgeld an privaten Altenpflegeschulen abschaffen“, sagte Benkenstein. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. Oktober 2020
Düsseldorf – Über das im Sommer initiierte Sonderprogramm „Krankenhäuser und Pflegeschulen“ stellt das Land Nordrhein-Westfalen kurzfristig Mittel in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro bereit.
Nordrhein-Westfalens Pflegeschulen erhalten Finanzspritze vom Land
23. Oktober 2020
Wiesbaden – Zu wenige Pflegekräfte sind der Engpass bei der Betreuung schwer betroffener COVID-19-Patienten – Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) hat deswegen nun Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens
Klose: Pflegekräfte „entscheidender Engpass“ auf Intensivstationen
23. Oktober 2020
Berlin – Deutschlands Intensivmediziner und -pfleger sind bestürzt über die neue Youtube-Kampagne des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ). Deren fünfteilige Webserie „Ehrenpflegas“ soll die
Intensivmediziner kritisieren Ausbildungskampagne des Familienministeriums
22. Oktober 2020
Berlin – Es ist erst wenige Tage her, dass Familienministerin Franziska Giffey (SPD) die gemeinsam mit Arbeits- und Ge­sund­heits­mi­nis­terium initiierte Werbekampagne „Ehrenpflegas“ vorstellte. Die
„Unsere Mitglieder empfinden die Serie ‚Ehrenpflegas‘ als Verletzung“
22. Oktober 2020
Magdeburg – Pflegeberufe stoßen bei den Auszubildenden in Sachsen-Anhalt auf immer mehr Interesse. Wie das Sozialministerium in Magdeburg gestern mitteilte, haben an den Pflegeschulen jetzt 1.755 neue
Zunehmendes Interesse für Pflegeberufe in Sachsen-Anhalt
21. Oktober 2020
Frankfurt/Hamburg – Den Kliniken in Deutschland droht durch den Anstieg der COVID-19-Patienten kein Kollaps, es könnte aber zu Engpässen in anderen Bereichen kommen. Diese Auffassung vertrat Stefan
Kein Engpass bei Intensivbetten, aber beim Personal
13. Oktober 2020
Wetzlar – Der Klinikverbund Hessen hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium aufgerufen, die Personaluntergrenzen in der jetzigen Form weiter auszusetzen, den vorläufigen Pflegeentgeltwert für 2021
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER