NewsMedizinNeues Studien- und Forschungskonsortium im Kompetenznetz Maligne Lymphome
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Neues Studien- und Forschungskonsortium im Kompetenznetz Maligne Lymphome

Freitag, 11. Juli 2014

Köln – Dem Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) gehört seit kurzem ein neues Studien- und Forschungskonsortium an, dass sich mit Morbus Waldenström befasst. Die Erkrankung gehört zu den langsam wachsenden Lymphomen und ist mit rund fünf Neuerkrankungen pro eine Million Einwohner im Jahr sehr selten Erkrankung. Ziel des „European Consortium for Waldenström’s Macroglobulinemia“ (ECWM) ist es deshalb, auf europäischer Ebene die Studienaktivitäten und die translationale Forschung zu unterstützen. In dem Konsortium sind derzeit Studiengruppen aus 15 europäischen Ländern aktiv.

„Nur durch gemeinsame Anstrengungen auf nationaler wie europäischer Ebene wird es uns gelingen, bei so seltenen Erkrankungen wie dem Morbus Waldenström große Studien aufzulegen und damit für die Patienten die Therapien weiter zu verbessern“, erklärt Christian Buske von der Universität Ulm, der die Federführung und Koordination der Konsortiumsaktivitäten übernommen hat.

Anzeige

Denn aufgrund der Seltenheit fehlten bislang prospektive Studien mit größeren Patientenzahlen. „Im KML wird es uns in optimaler Weise möglich sein, sowohl mit Ärzten als auch mit betroffenen Patienten Erfahrungen auszutauschen und hierdurch Therapien für diese Erkrankung fortlaufend zu verbessern“, so der Ulmer Arzt und Wissenschaftler.

So konnte das ECWM bereits kürzlich eine Studie zur Behandlung des Morbus Walden­ström initiieren: Die Studie prüft europaweit, ob eine Hinzunahme von Bortezomib die Wirkung einer milden Rituximab/Chemotherapie bestehend aus Rituximab, Cyclophos­phamid und Dexamethason (DRC) bei zuvor nicht behandelten Patienten mit Morbus Waldenström weiter steigern kann. Für Patienten mit rezidiviertem Morbus Waldenström wird das europäische Konsortium in Kürze an einer weiteren globalen Studie feder­führend teilnehmen, in der die Wirksamkeit des BTK-Inhibitors Ibrutinib untersucht wird. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. Oktober 2020
Berlin – Künftig umfasst der Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) vier biomarkerbasierte Brustkrebstestverfahren. Einen entsprechenden Beschluss hat heute der Gemeinsame
Drei weitere Biomarker-Tests bei Brustkrebs als Entscheidungshilfe
6. Oktober 2020
Berlin – Angesichts einer zunehmend personalisierten Medizin mit begrenzten Fallzahlen bei prospektiv randomisierten Studien sollte für eine Bewertung der Versorgungsqualität künftig auch auf
Registerdaten können für Transparenz der Versorgungsqualität sorgen
2. Oktober 2020
Berlin – Im Freien arbeitende Menschen, deren Haut über lange Zeit starker UV-Strahlung ausgesetzt ist, entwickeln häufiger ein Basalzellkarzinome als andere Menschen. Die Deutsche Dermatologische
Basalzellkarzinome: Anerkennung als Berufskrankheit gefordert
2. Oktober 2020
London – Gleich drei randomisierte Studien haben in den vergangenen Jahren das optimale Timing für die Strahlentherapie nach einer radikalen Prostatektomie untersucht. Die Ergebnisse, die jetzt im
Prostatakarzinom: Radiotherapie nach Operation kann häufig warten
29. September 2020
Lugano/Köln – Patienten mit nicht operablen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Ösophaguskarzinomen sollten künftig in der Erstlinienbehandlung zusätzlich zur Chemotherapie Pembrolizumab
Ösophaguskarzinome: Pembrolizumab plus Chemotherapie neuer Standard für die Erstlinie
29. September 2020
Lyon – Eine Immuntherapie mit Pembrolizumab, das die Wirkung der körpereigenen Krebsabwehr verstärkt, hat sich bei einer Reihe von seltenen Sarkomen als wirksam erwiesen, wie die Erfahrungen aus einer
Pembrolizumab bei seltenen Sarkomen wirksam
29. September 2020
Valencia/Spanien – Ernährungsstörungen, unter denen viele Krebspatienten zumeist krankheitsbedingt leiden, erhöhen bei einer Krankenhausbehandlung das Risiko auf eine nosokomiale Infektion. Dies kam
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER