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Ausland

Hilfsorganisationen kämpfen gegen Ebola-Epidemie

Freitag, 11. Juli 2014

Berlin – Das Rote Kreuz unterstützt in den von der aktuellen Ebola-Epidemie betroffenen Ländern Westafrikas den Kampf gegen die weitere Ausbreitung des tödlichen Virus. Dabei sei Aufklärung eine der wichtigsten Maßnahmen, betonte Christiane Haas, Gesundheitsexpertin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK).

So hat das Rote Kreuz seit Ausbruch der Epidemie in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 2.000 Freiwillige mobilisiert und geschult, die die Bevölkerung über Präven­tions­maßnahmen aufklären. Zudem hat die Hilfsorganisation in den angrenzenden Ländern Elfenbeinküste, Mali und Senegal während der vergangenen zwei Monate weitere 686 Freiwillige geschult, um die Gemeinden vorzubereiten für den Fall, dass das Virus weiter in der Region um sich greift.

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„Viele Menschen in den betroffenen Regionen sind verunsichert, sie misstrauen dem Gesundheitspersonal und verstecken Familienangehörige mit Ebola-Symptomen in ihren Häusern“, sagte Haas. Sie müssten lernen, Vertrauen zum Gesundheitspersonal zu haben und ihnen Zugang zu den Erkrankten zu gewähren. Zudem würden auch weiterhin Beerdigungen durchgeführt, bei denen die Toten noch einmal gewaschen oder umarmt werden. „Dies stellt ein großes Infektionsrisiko für die Angehörigen dar“, verwies Haas.

Die Hilfsorganisationen bitten um Spenden
Spendenkonto: 41 41 41, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00, Stichwort: Gesundheitsprojekte in Afrika.

Auch Teams von Ärzte ohne Grenzen arbeiten mit Nachdruck daran, Ebola-Patienten zu behandeln und die Ausbreitung des Virus in Guinea, Sierra Leone und Liberia einzu­dämmen. In Sierra Leone haben sie Anfang Juli ein neues Behandlungszentrum mit 50 Betten eröffnet. In Guinea wurden mittlerweile mehr als 80 Patienten gesund aus den Isolationsstationen entlassen.

Ebola war im März zunächst in Guinea aufgetreten und hatte sich schnell nach Liberia und Sierra Leone ausgebreitet. Bis Stichtag 6. Juli sind nach neuesten Angaben der Weltgesundheitsorganisation in diesen drei Ländern insgesamt 844 Fälle aufgetreten, 518 Menschen sind gestorben. Es handelt sich um den bisher weltweit schlimmsten Ausbruch. © hil/aerzteblatt.de

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