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Kosten der Demenzpflege im Heim oder zu Hause im Vergleich

Montag, 14. Juli 2014

Witten – Die Pflege von Menschen mit Demenz ist in einem Heim nahezu doppelt so teuer wie die Pflege zu Hause. Das berichten Gesundheitsökonomen der Universität Witten/Herdecke nach einer Untersuchung in Estland, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Schweden.

4.491 Euro kostet danach im Durchschnitt der Länder die Pflege in stationären Einrichtungen der Langzeitpflege gegenüber 2.491 Euro, wenn Angehörige und professionelle Pflegekräfte die Demenzpatienten zu Hause betreuen. Im Rahmen des Projektes „Right Time Place Care“ haben Wirtschaftswissenschaftler mit Pflege­wissenschaftlern zusammen gearbeitet.

Sie erhoben Daten von mehr als 2.000 Menschen mit Demenz sowie ihren Pflegekräften. „Es ging einerseits darum, die Kosten der Pflege zu Hause und in stationären Pflegeeinrichtungen miteinander zu vergleichen, und andererseits darum, einen möglichst guten Zeitpunkt für den Übergang von der heimischen Pflege in die stationäre Langzeitpflege herauszufinden“, erläutert Dirk Sauerland, der in dem Projekt für die ökonomische Evaluation verantwortlich war.

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Er betonte, den Wissenschaftlern seien auch die Kosten der sogenannten informellen Pflege wichtig gewesen, die beispielsweise Familienangehörige erbringen, ohne dafür direkt bezahlt zu werden. Diese informelle Pflege habe in nahezu allen Ländern den weitaus größten Anteil an den Kosten der häuslichen Pflege und führe zu erheblichen, nicht nur finanziellen Belastungen der Pflegenden.

Je nachdem, wie der Lohn pro Stunden für die erbrachte informelle Pflege angesetzt werde, sei die häusliche Pflege von Menschen mit schwerer Demenz sogar teurer als die in stationären Pflegeinrichtungen. „Dies muss die Gesundheitspolitik berücksichtigen, wenn es darum geht, Menschen mit Demenz möglichst lange zu Hause versorgen zu lassen“, sagte Sauerland. © hil/aerzteblatt.de

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