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Geburtshilfe in Schleswig-Holstein vor Strukturreformen

Montag, 14. Juli 2014

Kiel – Der demografische Wandel in Schleswig-Holstein macht nach Auffassung von Ge­sund­heits­mi­nis­terin Kristin Alheit (SPD) Veränderungen bei der Geburtshilfe im Land notwendig. Das erklärte die Ministerin bei der Diskussion um einen neuen Bericht „Situation und Perspektive der Geburtshilfe in Schleswig-Holstein“ Mitte Juli in Kiel.

Er beschreibt – regional heruntergebrochen – die Folgen der abnehmenden Geburten- aber auch Fachkräftezahl. Hinzu komme, dass immer mehr Frauen ihr erstes Kind deutlich später zur Welt brächten, was erhöhte medizinische Standards erfordere. Solche Faktoren müssten in der Versorgungsstruktur abgebildet werden, so Alheit.

„Für mich steht im Zentrum aller Überlegungen das Wohl von Müttern und Kindern. Also die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Geburt – auch eine Geburt mit Risiken und gar Komplikationen – für Mutter und Kind sicher erfolgen kann“, sagte die Ministerin. Dabei hätten die Kliniken die definierten Standards der entsprechenden wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaft einzuhalten.

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Nach Ansicht von Alheit wird es „perspektivisch zu Strukturentscheidungen kommen müssen“. Laut dem Bericht seien vor allem Netzwerkstrukturen vor Ort geeignet, die veränderten Bedingungen in der Geburtshilfe aufzufangen. An diesen Netzen seien unter anderem Hebammen, niedergelassene Ärzte, Geburtskliniken, örtliche Rettungsdienste und die Kommunalpolitik zu beteiligen. Diese Netze müssten sich regionalen Besonderheiten anpassen.

„Die Situation in Eckernförde ist eine andere, als auf Sylt oder in Oldenburg. Es bedarf deshalb konkreter Einzelfalllösungen“, so Alheit. Klar sei aber, dass für die Netzwerkstrukturen alle Akteure mitgenommen werden müssten. „Das gilt ganz besonders für Hebammen“, sagte die Ministerin. © hil/aerzteblatt.de

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