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Politik

DAK vermittelt online Arzttermine – KBV warnt vor überzogenem Marketing

Freitag, 18. Juli 2014

Hamburg/Berlin – Ein neues Angebot zur Terminvergabe bei niedergelassenen Ärzten hat die Kranken­kasse DAK vorgestellt. Das Angebot ist kostenlos und steht Versicherten aller Kassen offen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnte gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt davor, das wichtige Thema Arzttermine und Wartezeiten für Marketingzwecke zu missbrauchen und Versicherten Versprechen zu machen, die nicht einzuhalten sind.

So funktioniert der Arzttermin-Service der DAK: Versicherte geben ihren Ort ein und wählen die gewünschte Fachrichtung. Naheliegende Praxen werden aufgelistet und auf einer Karte angezeigt. Daneben stehen die freien Termine, die man per Mausklick wählen kann. Danach gibt der Versicherte seinen Namen und eine Kontaktmöglichkeit an.

Er erhält dann kurzfristig eine Bestätigung per E-Mail und etwas später einen Anruf, um Einzelheiten zum bevorstehenden Arztbesuch zu klären. Falls beispielsweise der Patient keine Treppen steigen kann, wird diese Info an die Praxis weitergegeben. „Mit unserem neuen Angebot vereinfachen wir die Arztsuche und gleichzeitig die Terminabsprache für unsere Kunden“, sagt Ramona Linter, verantwortlich für die Online-Kommunikation der DAK-Gesundheit.

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Der neue Arzttermin-Service soll laut der Kasse alle Fachrichtungen von Allgemein­medizinern bis zu Zahnärzten abdecken. Wer trotzdem noch Probleme hat, bei bestimmten Facharztrichtungen einen schnellen Termin zu bekommen, kann den telefonischen Arztterminservice der DAK-Gesundheit nutzen. Dort können sich Patienten an Fachärzte vermitteln lassen.

Beim Thema Wartezeiten wehrt sich die KBV gegen die von der Politik geplante Vier-Wochen-Frist bei der Vergabe von Facharztterminen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen bereiteten Lösungen vor, die für ihren jeweiligen Einzugsbereich am besten passten, um die Versicherten dabei zu unterstützen, zeitnah Termine zu erhalten. „Die Politik sollte hier den Regionen den Vortritt lassen“, hieß es aus der KBV gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) betonte erneut seinen Willen, die Termingarantie für Kassenpatienten 2015 umzusetzen. „Wir werden noch in diesem Jahr den Entwurf eines Gesetzes vorlegen, in dem auch die Termingarantie geregelt wird. Die Regelungen sollen 2015 in Kraft treten und dann umgesetzt werden”, sagte der Minister der Rheinischen Post vom Freitag.

Gröhe sagte, die Organisation der Termingarantie solle auch federführend bei den Ärzten liegen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sollten Termin-Servicestellen für die Versicherten einrichten. Eine Zusammenarbeit mit den Krankenkassen solle aber möglich sein. © hil/dpa/aerzteblatt.de

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