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Ärzteschaft

Ärztekammer Westfalen-Lippe unterstützt Kampagne gegen häusliche Gewalt

Freitag, 18. Juli 2014

Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) macht sich gegen häusliche Gewalt stark und greift dazu eine gemeinsame Initiative des Runden Tisches Häusliche Gewalt im Kreis Steinfurt sowie des Arbeitskreises Gewaltschutzgesetz Münster auf. Mit der Informations- und Plakataktion „Weil Veilchen nicht gleich Veilchen ist“ sollen Frauen bestärkt werden, das Schweigen über Gewalterfahrung zu brechen.

Gleichzeitig will die Initiative Ärzte ermutigen, Verdachtsfälle aktiv anzusprechen. „Arztpraxen und Notfallambulanzen müssen Gewalt als Ursache von Beschwerden bei Patientinnen und Patienten erkennen und das thematisieren", verdeutlicht Kammer­präsident Theodor Windhorst. Die Betroffenen selbst seien oft über Jahre unfähig, über das Erlebte zu sprechen.  

Häusliche Gewalt und Gewalt in Beziehungen umfasst viele Formen körperlicher, sexualisierter und seelischer Gewalt. Häufig treten verschiedene Formen von Gewalt zusammen auf. Schätzungen zufolge haben insgesamt 22 Prozent aller Frauen geschlechtsbezogene Gewalt mit Folgen für ihre Gesundheit erlitten.

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In der Literatur finden sich Angaben, dass zehn bis 15 Prozent der Kinder Opfer von Misshandlungen sind. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zählt jährlich über 3.500 Fälle von Kindesmiss­handlung, laut Deutscher Kinderhilfe sterben jährlich etwa 150 Kinder an den Folgen von Gewalt und Misshandlung. Schätzungen gehen davon aus, dass sieben Prozent der älteren Bevölkerung häusliche Gewalt erfahren. © hil/aerzteblatt.de

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