NewsVermischtesQualitätsinstitut sieht Vorteile der kontinuierlichen Glukosemessung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Qualitätsinstitut sieht Vorteile der kontinuierlichen Glukosemessung

Montag, 21. Juli 2014

Köln – Insulinpflichtige Diabetiker profitieren von einer kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung (CGM) mit sogenannten Real-Time-Messgeräten (Real-Time-CGM). Das berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem Vorbericht zum Thema. Danach lässt sich durch eine Kombination von Blutglukoseselbstmessung und der Real-Time-CGM der HbA1c-Wert besser einstellen als mit der Selbstmessung allein, ohne dass schwere Hypoglykämien nachweislich häufiger aufträten.

Im Rahmen der intensivierten Insulintherapie messen die Betroffenen in der Regel vier- bis sechsmal täglich ihren Blutzuckerspiegel, um ihre Insulindosis bedarfsgerecht anzu­passen. Die Real-Time-CGM verspricht eine verbesserte Blutzuckerkontrolle. Hierzu misst ein Gerät ständig die Glukosekonzentration – zumeist im Unterhautfettgewebe – und zeigt neben dem aktuellen Wert auch Trends an, sodass die Patienten gegen­steuern können, um Hypo- und Hyperglykämien zu vermeiden. Neben reinen Real-Time-CGM-Geräten gibt es auch Geräte, die die Real-Time-CGM mit einer Insulinpumpe kombinieren.

Anzeige

Wie bei allen seinen Nutzenbewertungen hat das IQWiG die beste verfügbare Evidenz daraufhin untersucht, ob sich aus ihnen Belege, Hinweise oder Anhaltspunkte für einen größeren Nutzen oder Schaden der Real-Time-CGM im Vergleich zu anderen Messverfahren ableiten lassen. Die Wissenschaftler identifizierten zwölf für die Fragestellung relevante Studien, an denen 1.779 Patienten teilnahmen – überwiegend Personen mit Typ-1-Diabetes. Zwei Studien schlossen auch schwangere Diabetikerinnen ein.

Bei der gemeinsamen Betrachtung der schweren oder schwerwiegenden Hypoglykämien und der HbA1c-Werte zeigte sich: Der HbA1c-Wert lässt sich verbessern, ohne dass schwere oder schwerwiegende Hypoglykämien häufiger auftreten als in der Kontroll­gruppe. Bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen ergibt sich zudem beim Endpunkt „Hautreaktionen“ ein Anhaltspunkt für einen Schaden der Real-Time-CGM.

Bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität liefern die wenigen klinisch relevanten Studienergebnisse laut dem IQWiG kein einheitliches Bild, sodass sich aus ihnen kein Anhaltspunkt für einen Vor- oder Nachteil ableiten lässt. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2019
Amsterdam – Schwere Hypoglykämien können künftig mit einem Nasenspray behandelt werden. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat heute eine
Nasenspray behandelt schwere Hypoglykämien injektionsfrei
18. Oktober 2019
Charlottesville– Ein hybrides künstliches Pankreas, das die Dosis des Basalinsulins automatisch dem kontinuierlich bestimmten Blutzucker anpasst, hat in einer randomisierten Studie im New England
Künstliches Pankreas verbessert Blutzuckerkontrolle bei Diabetes Typ 1
17. Oktober 2019
Berlin – Psychische Störungen treten bei Menschen mit Diabetes häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Gleichzeitig stellten komorbide psychische Störungen eine Behandlungsbarriere dar,
Komorbide psychische Störungen bei Diabetikern häufig
17. Oktober 2019
New York – Frauen, die ihr Kind längere Zeit stillen, erkranken im späteren Leben seltener an einem Typ-2-Diabetes oder an einer arteriellen Hypertonie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Analyse in
Lange Stillzeit schützt Frauen vor Diabetes und Hypertonie
16. Oktober 2019
Stuttgart – Der Ärzteverband Medi Baden-Württemberg und die DAK-Gesundheit haben einen neuen Facharztvertrag geschlossen, der die Versorgung von Diabetikern (Typ 1 und 2) verbessern soll. Ärzte können
Neuer Facharztvertrag zur Diabetesversorgung in Baden-Württemberg
16. Oktober 2019
Berlin – Für Eltern mit an Diabetes erkrankten Kindern gibt es nicht genug psychosoziale Hilfen. Darauf haben Experten der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im Vorfeld der morgigen Tagung
Psychosoziale Betreuung von Diabetikern verbesserungsbedürftig
15. Oktober 2019
München – An der bayernweiten „Fr1da“-Studie zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes haben 100.000 Kinder teilgenommen. Das teilte heute das Ge­sund­heits­mi­nis­terin in Bayern mit. Die Studie wird dem
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER